Team Interwetten Paddock Moto2-Pilot Thomas Lüthi machte es im Qualifying zum Indianapolis Grand Prix besonders spannend. Erst ging der 24-jährige aus Oberdiessbach mit einem Sturz übers Vorderrad zu Boden. Nach einer Blitzreparatur seiner Suter MMXI an der Box blies er dann zur Aufholjagd und sicherte sich in einem dramatischen Finale noch Rang fünf. Damit startet er im Rennen aus der zweiten Startreihe - mit besten Chancen, um die Podestplätze mitzukämpfen.
"Es war ein wildes Qualifying für uns. Wir hatten das ganze Wochenende zu kämpfen mit dem neuen Asphalt und dem Grip, und es war nicht einfach, die richtige Abstimmung zu finden. Jetzt sind die Streckenbedingungen auf jeden Fall besser geworden. Wir sind dann mit dem einen Vorderreifen rausgefahren, der nicht funktioniert, den wir aber einsetzen mussten, um Reifen zu sparen. Ich habe dann zu sehr gepusht, und auf einer kleinen Bodenwelle ist das Vorderrad eingeklappt. Ich konnte nichts machen. Ich habe versucht, das Motorrad möglichst lange festzuhalten und gehofft, dass es sich nicht überschlägt. Glücklicherweise ist nicht viel kaputt gegangen, an mir auch nicht, und so konnte ich weiterfahren und mich steigern. Das war sehr zufriedenstellend, vor allem zum Schluss, wo ich wirklich kämpfen und gute Zeiten fahren konnte. Wegen dem Reifenverschleiß wird es ein sehr spezielles Rennen werden. Die Reifen reißen bei allen Fahrern vorzeitig auf. Wenn es uns gelingt, die Reifen im Rennen zu schonen, stehen wir nicht schlecht da", fasste Lüthi zusammen.
Teammanager Terrell Thien ergänzte: "Ein Training, das mit einer Schrecksekunde begonnen hat, hat ein erfreuliches Ende genommen. Nach dem Crash hat Tom das Motorrad wieder in die Box bringen können, und die Mechaniker haben einen astreinen Job gemacht und alles ruck-zuck repariert. Wir haben mit einer kleinen Set-Up-Änderung herausgefunden, wie wir das Vorderrad besser über die Distanz bringen können, und durch den Crash stellte sich heraus, mit welchem Reifen wir das Rennen auf keinen Fall fahren werden. Wir sind fürs Rennen gerüstet."
Cheftechniker Alfred Willecke resümierte: "Wir haben das Bike Zug um Zug an die Streckenbedingungen hier anpassen können und haben heute Nachmittag, vor allem am Vorderrad, einen weiteren Schritt in die richtige Richtung machen können. Neben Tom möchte ich vor allem aber auch unseren Mechanikern gratulieren, die das Bike nach dem Sturz sehr schnell repariert haben, so dass Tom weiterfahren konnte!"

diese Moto2 Nachricht