Dem Grand Prix Team Switzerland gelang nach den sehr starken Leistungen in den freien Trainings zuvor auch im Qualifikationstraining eine wesentliche Steigerung gegenüber den vergangenen Grand Prix. Der Pilot des noch jungen Schweizer Moto2-Projekts, Randy Krummenacher, wird den sonntägigen Grand Prix von Großbritannien vom achten Startplatz in der dritten Reihe in Angriff nehmen.

Das Grand Prix Team Switzerland sorgte an Trainingstagen auf dem Silverstone Circuit für Aufsehen im Grand-Prix-Fahrerlager. Mit konstant konkurrenzfähigen Rundenzeiten gelang es der ambitionierten Mannschaft um Teamchef Marco A. Rodrigo sich zusehends im vorderen Feld in der hartumkämpften Moto2-Klasse zu etablieren. Maßgeblichen Anteil daran hat auch der 21-jährige Kalex-Pilot Randy Krummenacher, der seinen Fahrstil an die Bedürfnisse in Moto2 immer besser anpassen kann. Auch im abschließenden freien Training am Samstagvormittag bei noch guten Verhältnissen gehörte er mit der viertschnellsten Rundenzeit zu den Top-Piloten dieses Wochenendes.

Bis zum Beginn des Qualifying für die Startaufstellung verschlechterten sich jedoch die äußeren Bedingungen ganz wesentlich. Kalter und heftiger Wind bereitete dem in Zürich stationierten Team einige Schwierigkeiten. In erster Linie kämpfte man mit einer unstabilen Front-Partie. Mit der persönlichen Bestmarke von 2´09.415 und dem achten Startplatz gelang es Krummenacher und dem Grand Prix Team Switzerland trotzdem die Performance der Trainings zuvor und die steil ansteigende Formkurve zu bestätigen. Für das Rennen am Sonntagmittag ist man zuversichtlich mit einem guten Start weitere WM-Punkte sammeln zu können.

Vom besten Startplatz wird Marc Marquez ins Rennen über 28 Runden gehen. Neben dem 125ccm Weltmeister startet Local-Hero Scott Redding von Position zwei. Nach fünf Pole-Positions in Folge musste sich der WM-Leader und Boxennachbar des Grand Prix Team Switzerland, Stefan Bradl, dieses Mal mit dem dritten Startplatz zufrieden geben.

"Im Vergleich zu FP3 am Vormittag waren die Verhältnisse während des Qualifying alles andere als einfach. Wegen dem kalten und heftigen Wind hatten wir Probleme mit der Front. Ich musste in jeder Runde kämpfen, damit ich das Bike auf der Linie halten konnte. Aber insgesamt betrachtet sind wir natürlich mit dem achten Startplatz zufrieden. Für das Rennen stimmt uns zudem auch zuversichtlich, dass wir unsere Rundenzeit konstant fahren konnten. Unser Ziel haben wir erreicht, indem wir uns gegenüber den vergangenen Qualifyings wesentlich steigern konnten. Mit diesem Qualifying-Ergebnis haben wir die Voraussetzungen für ein gutes Rennen geschafft. Mit einem guten Start werde ich mich sicher nicht mit den Fahrern auseinandersetzen müssen, die glauben ein Rennen in der ersten Kurve gewinnen zu können. Auf jeden Fall müssen vorerst aber einmal abwarten, wie das Wetter am Sonntag sein wird. Wir sind jedenfalls für alle Verhältnisse gut vorbereitet", sagte der Schweizer.

"Mit dem achten Startplatz sind wir mehr als zufrieden", sagte Teamchef Marco A. Rodrigo. "Überhaupt erleben wir bis jetzt ein ausgesprochen gutes Wochenende. Nach P5 und der schnellsten Rundenzeit am Freitagnachmittag ist es auch am Vormittag in FP3 gut gelaufen. Der achte Startplatz in der dritten Reihe erlaubt es uns in der Anfangsphase weniger Risiko eingehen zu müssen. Wenn Randy ein einigermaßen guter Start gelingt, dann können wir bestimmt den Pulk und den dichten Verkehr in der ersten Runde hinter uns lassen. Ein weiterer Vorteil wird aber auch sein, dass er dadurch von Beginn an seine Race-Pace fahren wird können. Er sollte nicht aufgehalten werden und kann das Tempo fahren, das er in den Trainings gezeigt hat. Wenn alles passt und uns das Rennglück auch beiseite steht, dann dürfen wir zuversichtlich sein einen guten Punkteplatz einfahren zu können. Vorrangiges Ziel ist es aber mit beiden Beinen auf dem Boden zu bleiben. Natürlich wäre es schön gleich noch einmal in die Top-10 zu fahren. Andernfalls werden wir aber so viele Punkte wie möglich mitnehmen."