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Rallycross-WM ab 2020 rein-elektrisch: FIA segnet E-WRX ab

Das war es mit den Verbrennungs-Motoren in der Rallycross-Weltmeisterschaft. Ab 2020 nur noch Elektro-Motoren in der WRX. Die haben es in sich...
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Das ist ein echter Hammer: Die Rallycross-Weltmeisterschaft wird ab der Saison 2020 rein-elektrisch! Das gab das World Motor Sport Council an diesem Donnerstag bei einem Treffen in Manila offiziell bekannt. Damit sind die Zeiten der Verbrennungs-Motoren bei Volkswagen, Audi, Peugeot und Co. vorbei.

Immerhin: Die Leistungsdaten der Elektro-Renner in der E-WRX können sich sehen lassen. Die Rennwagen der Zukunft werden angetrieben von zwei Elektro-Motoren: einer an der Vorder- und einer an der Hinterachse. Da sorgt für ordentlich Bumms unter der Haube: 500 kW sollen die Allrad-Autos leisten, das entspricht etwa 680 PS. Die aktuellen WRX-Boliden kommen auf etwa 600 PS mit ihrem Verbrennungs-Motor.

Auch neu: Ab 2020 sollen einheitliche Chassis und Einheits-Batterien Einzug halten in die Elektro-WRX. Das Motoren-Reglement soll ähnlich der Formel E aufgebaut sein. Heißt: Nur gewisse Bereiche der Autos dürfen individuell gestaltet werden, dazu gesellen sich aus Kostengründen zahlreiche Einheitsbauteile.

Die Einheits-Batterien stammen aus dem Hause Williams. Die Technik-Abteilung in Grove lieferte in der Vergangenheit auch die Batterien für die Autos der Formel E. Dort löst McLaren ab der kommenden Saison Williams mit einem leistungsstärkeren Akku ab. Das Chassis für die Elektro-Rallycross-Autos baut der bekannte Hersteller Orca. Beide Unternehmen haben Verträge bis inklusive 2023.

Damit die in der E-WRX involvierten Hersteller ihr eigenes Markengesicht beibehalten können, gibt es die Möglichkeit, die Chassis nach eigenem Wunsch anzupassen. Das Design muss auf einem generischen und von der FIA zugelassenen Modell basieren. Dadurch sollte sichergestellt sein, dass nicht alle Hersteller mit identisch aussehenden Autos an den Start gehen. Auch private Teams können sich bei der FIA für die Teilnahme bewerben.

Der bisherige Ablauf der Rallycross-Rennwochenenden soll beibehalten werden. So wird es bei den geplanten 12 bis 14 Rennen weiterhin das gewohnte Format, bestehend aus Trainings, vier Qualifying-Heats, zwei Halbfinals und einem Finalrennen, geben. Die Weltmeisterschaft wird für Fahrer und Hersteller sowie speziell für private Teams vergeben.


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