Porsche präsentiert einen neuen Rennwagen in seinem Motorsport-Portfolio: den 911 Challenge. Das seriennahe Fahrzeug basiert auf dem Straßenwagen 911 GT3 und richtet sich vorrangig an Einsteiger und Amateur-Piloten. Zu den Einsatzgebieten des 911 Challenge zählen Markenpokale wie die Porsche Challenges und Trophies. Über eine Straßenzulassung verfügt er nicht.
Der neue Porsche 911 Challenge folgt in diesem Bereich auf den 718 Cayman GT4 RS Clubsport. Damit basieren künftig sämtliche GT-Rennwagen auf der klassischen Neunelfer-Reihe. Das Fahrzeug ist ab sofort zum Preis von 208.800 Euro zuzüglich länderspezifischer Mehrwertsteuer käuflich.


Porsche 911 Challenge: Einsteigermodell im Kundensport
In der Kundensport-Pyramide der Zuffenhausener bildet der 911 Challenge die Basis für den Einstieg. Darüber liegen der 911 Cup aus dem Supercup sowie den diversen Carrera Cups, der ebenfalls neuaufgelegte Porsche 911 GT4 R sowie ganz oben der 911 GT3 R als Spitzenmodell. Für den werksseitigen und reinen Profi-Bereich hat Porsche unterdessen ein LMDh-Hypercar sowie ein Formel-E-Fahrzeug im Angebot.
Der Sechszylinder-Boxermotor mit 4,0 Liter Hubraum im 911 Challenge stammt weitgehend aus dem Serien-GT3, erreicht aber eine Höchstleistung von 515 PS bei 8.500 Umdrehungen pro Minute. Die maximale Drehzahl liegt bei 9.000/min. Der modifizierte Endschalldämpfer verfügt auch in der Rennversion über einen Katalysator, kommt aber ohne Partikelfilter aus. Die Kraftübertragung erfolgt analog zum Serienauto über ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe.
Im Fahrwerksbereich warten viele Rennsportkomponenten, beispielsweise aus dem 911 Cup. Die Stoßdämpfer arbeiten mit einer motorsportspezifischen Kennlinie. Der Querstabilisator aus der Serie ist dreifach einstellbar. Die profillosen Rennslicks werden auf 18-Zoll-Felgen montiert und über die serienmäßige Fünf-Loch-Anbindung befestigt. Hier orientiert sich der Challenge am erst kürzlich präsentierten 911 GT4 R. Die Rennbremsanlage mit Stahlbremsscheiben (vorn/hinten 380 mm Durchmesser) entspricht ebenfalls der Technik im GT4 R.


911 Challenge: Außen gleich, innen leer
Die Abmessungen des 911 Challenge stimmen mit denen des GT3 überein, alle wesentlichen Karosseriebauteile ebenfalls. Eine Drei-Stempel-Lufthebeanlage gehört zum Auslieferungsumfang. Im Heckbereich wurde eine FIA-zertifizierte Regenleuchte hinzugefügt, der Frontdeckel kann über integrierte Schnellverschlüsse geöffnet werden. Der Heckflügel ist mechanisch in vier unterschiedlichen Anstellwinkeln justierbar.
Innen wird der Unterschied zur straßentauglichen Version deutlicher: Sämtliche Dämm-Materialien, Teppiche und Verkleidungen fehlen. Dafür versteift der eingeschweißte Überrollkäfig die Fahrzeugstruktur und schützt den Fahrer bei einem Aufprall. Zur weiteren Sicherheitsausstattung gehören beispielsweise ein 110 Liter großer FT3-Tank, der einstellbare Rennschalensitz mit Sechspunktgurt und ein Feuerlöschsystem.
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