Mick Schumacher hat den Sprung in die Top-12-Runde beim IndyCar-Qualifying im Barber Motorsports Park knapp verpasst. Dem RLL-Piloten fehlte in seiner Quali-Gruppe (Q2) nur rund eine Zehntelsekunde zum rettenden Platz sechs, der den Einzug in die zweite Runde der Fast-12 bedeutet hätte. Stattdessen musste sich Schumacher mit Platz zehn von 13 in seiner Gruppe begnügen, womit er das Rennen am Sonntag (19:17 Uhr deutscher Zeit) von Startplatz 20 aufnehmen wird.
Schumacher, der an diesem Wochenende seine allerersten Runden auf der permanenten Rundstrecke in Birmingham, Alabama absolviert, lieferte im Zeittraining eine ordentliche Leistung ab. Für seine schnellste Runde auf den Soft-Reifen von Firestone benötigte er 1:06.814 Minuten - rund sechs Zehntelsekunden langsamer als Gruppen-Spitzenreiter Kyle Kirkwood (Andretti).
Mick Schumacher scheitert knapp im IndyCar-Qualifying
Schumacher begann die 12-minütige Gruppenphase mit drei Runden auf den langsameren Hart-Reifen, bevor er zur Halbzeit die Soft-Mischungen aufziehen ließ. In seinen ersten drei Runden auf den schnelleren Softs gelang ihm allerdings keine Zeitenverbesserung.
Erst mit seinem siebten und letzten Run in letzter Minute verbesserte er sich um rund acht Zehntelsekunden. Der 27-Jährige arbeitet seit diesem Wochenende mit einem neuen Renningenieur: RLL-Veteran Eddie Jones hat von Mike Pawlowski übernommen. Die Gründe für den Wechsel waren zunächst nicht bekannt.
Schumacher schlägt RLL-Teamkollege in Barber
Schumacher gelang es in seiner Quali-Gruppe immerhin, RLL-Teamkollege Louis Foster und Rookie-Kollege Dennis Hauger hinter sich zu lassen. Graham Rahal, der dritte RLL-Pillot im Bunde, hatte in der anderen Qualifying-Gruppe (Q1) sogar den dritten Platz erreicht und war in die Runde der Top-12 eingezogen.
In Schumachers Gruppe schafften der Meisterschaftsführende Kirkwood, David Malukas, Romain Grosjean, Josef Newgarden, Marcus Ericsson und Pato O'Ward den Einzug ins 'Fast-12'. Der ehemalige Formel-1-Fahrer Grosjean wurde auf seiner ersten schnellen Runde von Sting Ray Robb auf der Strecke blockiert, schaffte aber trotzdem einen weiteren schnellen Run, der ihn auf P3 beförderte.
Grosjean legte in den Fast-12 sogar noch einmal nach und qualifizierte sich als Sechster hinter Rahal knapp für die Fast-6. Im finalen Segment des Qualifyings setzte sich Alex Palou (Chip Ganassi Racing) durch und eroberte die Pole Position für das vierte Rennen der Saison. Der vierfache IndyCar-Champion benötigte 1:06.234 Minuten und hat nun beste Chancen, seinen Sieg aus dem Vorjahr zu wiederholen.
Hinter dem Zweitplatzierten David Malukas (Penske) sorgte RLL-Veteran Graham Rahal mit P3 für eine echte Überraschung - und machte seinen Teamkollegen Schumacher und Foster vor, was mit dem Paket möglich gewesen wäre. Rahal schaffte das Kunststück sogar auf einem gebrauchten Satz Softs und hat im Rennen somit einen zusätzlichen frischen Satz zur Verfügung. Auf den Startplätzen vier bis sechs folgten Marcus Armstrong, Kyle Kirkwood und IndyCar-Rückkehrer Grosjean.
Will Power sorgt für Schreckmoment
Gar nicht nach Plan lief es für Will Power (Andretti), der das Rennen am Sonntag von hinten aufnehmen muss. Der zweifache IndyCar-Champion verunfallte im Q1 und sorgte für eine Unterbrechung mit roten Flaggen. Power litt an einem Problem mit der Bremsanlage, als er in Kurve 5 plötzlich nur noch Passagier war und geradeaus durchs Kiesbett frontal in die Streckenbegrenzung einschlug. Bis die Reifenstapel wieder gerichtet waren und der Rest der Fahrer die Zeitenjagd fortsetzen konnte, vergingen mehr als 15 Minuten.
"Das Bremspedal fiel durch", berichtete Power, der sich keine Verletzungen zugezogen hatte. "Die vorderen Bremsen funktionierten noch, aber an der Hinterachse gab es ein Problem. An sich keine große Sache, aber ärgerlich fürs Qualifying. Das Auto war eigentlich gut und wir hatten mit einem Platz in den Top-12 oder Top-6 gerechnet."
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