Es wird ernst für die IndyCar und Mick Schumacher beim vierten Rennwochenende der US-Rennserie. Bevor im Laufe des Samstages mit dem Qualifying (live ab 19:35 Uhr) die erste kompetitive Session des Wochenendes erfolgt, hatten die 25 Piloten im zweiten Freien Training noch einmal die Möglichkeit, sich mit den Bedingungen im Barber Motorsport Park vertraut zu machen – der erste klassische Rundkurs der bisherigen Saison.

Mick Schumacher nach starkem Start ins IndyCar-Training durchgereicht

Mick Schumacher im Boliden von Rahal Letterman Lanigan Racing belegte dabei auf Rang 19 abermals einen der hinteren Plätze in seinem erst vierten Start in der komplexen Rennserie. Für Schumacher startete die Session nach einem schwierigen FP1, in dem der Rookie lediglich Rang 23 von 25 Startern belegt hatte, dabei aber durchaus vielversprechend. Nach rund sechseinhalb Minuten übernahm der 27-Jährige die Führung und legte dabei sogleich die bislang schnellste Runde des Wochenendes hin, wobei er die Bestzeit aus dem ersten Freien Training um 0,043 Sekunden unterbot.

Darum wurde Max Verstappen am Nürburgring disqualifiziert (13:39 Min.)

Am Funk zeigte sich Schumacher im Anschluss an seine Runde bis auf kleinere Querelen an der Vorderachse dementsprechend auch zufrieden mit seinem Boliden. Nach rund zehn Minuten war Schumacher, der laut Medienberichten an diesem Wochenende mit Eddie Jones über einen RLL-Veteran als neuen Renningenieur verfügt, die Bestzeit allerdings wieder los und wurde im weiteren Verlauf des Trainings durchgereicht. Immerhin konnte er sich aber noch vor Louis Foster, einem seiner Teamkollegen platzieren, der Letzter wurde.

Alex Palou holt Bestzeit vor Meisterschaftsführendem

Die Bestzeit im Training ging schlussendlich an den IndyCar-Dominator der vergangenen Jahre, Alex Palou (Chip Ganassi Racing), der für seine schnellste Runde 1:06.468 Minuten benötigte. Dahinter folgte wie im FP1 der Meisterschaftsführende Kyle Kirkwood im Andretti mit nur 0,053 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit. Rinus VeeKay (Juncos Hollinger Racing) komplettierte mit nur sieben weiteren Hundertstelsekunden Rückstand die Top-3.

Auf Platz vier folgte mit Romain Grosjean im Dale Coyne Racing ein weitere Ex-Formel-1-Pilot im Feld. Marcus Armstrong (Meyer Shank Racing), Schumacher-Teamkollege Graham Rahal und Marcus Ericsson (Andretti) belegten die Ränge fünf bis sieben. Caio Collet im Boliden von A.J. Foyt Enterprises wurde als bester Rookie Achter, während das Arrow-McLaren-Duo aus Christian Lundgaard und Pato O’Ward die Top-10 vervollständigte.

Für die erste Unterbrechung der Session sorgte nach rund einer Viertelstunde Nolan Siegel im Arrow-McLaren, der sich in der Highspeed-Kurve 13 drehte. Zwar touchierte der Mann aus Kalifornien die Barriere nur leicht mit dem Frontflügel und bewahrte seinen Boliden ansonsten unbeschadet, konnte das Auto aber dennoch nicht wieder zum Laufen bringen. Nach etwas Mithilfe durch die Streckenposten gelang ihm dies allerdings rund drei Minuten später und er konnte an die Box zurückkehren.

Horror-Crash von Penske-Pilot beendet Session vorzeitig

Deutlich weniger glimpflich ging es dann rund dreieinhalb Minuten vor dem Ende zu als Scott McLaughlin mit einem Horror-Crash in Kurve 1 über die Reifenstapel hinaus in den Zaun hinter den Barrieren flog und das Auto dabei sogar im Gebüsch hinter dem Zaun landete. Zuvor hatte der Neuseeländer in der Highspeed-Passage das Heck seines Penske-Boliden verloren. Glücklicherweise konnte McLaughlin sich aus eigener Kraft ohne sichtbare Verletzungen aus dem Wrack befreien.

“Ich wusste, dass ich erledigt war als ich die rechte Hinterachse verloren habe“, so McLaughlin im Anschluss. Zugleich betonte der 32-Jährige aber: „Der Crash sah von außen deutlich schlimmer aus als es sich angefühlt hat. Grundsätzlich haben wir ein sehr gutes Auto, wir können das wieder geradebiegen. Ich will einfach wieder rausfahren und die Pole anpeilen.“ McLaughlins Penske-Mannschaft konnte im Anschluss an den Unfall schon dabei beobachtet werden, wie sie das Ersatz-Chassis in die Garage schoben.

Der Crash hatte auch für alle anderen Piloten im Feld sehr reale Konsequenzen. Nicht nur wurden die letzten drei Minuten des ersten 40-minütigen Teils der Session durch die notwendige Rote Flagge unterbrochen. Aufgrund anhaltender Reparaturen an der Strecke wurden auch die beiden 12-minütigen Gruppenphasen abgesagt, bei denen das Feld im Anschluss eigentlich immer in zwei Teile gespalten wird.

IndyCar Barber 2026: Ergebnis 2. Freies Training

Pos.FahrerTeamZeit
1Alex PalouChip Ganassi Racing1:06.468
2Kyle KirkwoodAndretti Global+0.053
3Rinus VeeKayJuncos Hollinger Racing+0.127
4Romain GrosjeanDale Coyne Racing+0.141
5Marcus ArmstrongMeyer Shank Racing+0.148
6Graham RahalRahal Letterman Lanigan Racing+0.220
7Marcus EricssonAndretti Global+0.236
8Caio ColletA.J. Foyt Enterprises+0.258
9Christian LundgaardArrow McLaren+0.286
10Pato O'WardArrow McLaren+0.333
11Scott DixonChip Ganassi Racing+0.389
12Scott McLaughlinTeam Penske+0.402
13Alexander RossiEd Carpenter Racing+0.406
14Santino FerrucciA.J. Foyt Enterprises+0.448
15David MalukasTeam Penske+0.519
16Kyffin SimpsonChip Ganassi Racing+0.533
17Will PowerAndretti Global+0.613
18Nolan SiegelArrow McLaren+0.724
19Mick SchumacherRahal Letterman Lanigan Racing+0.873
20Christian RasmussenEd Carpenter Racing+0.927
21Sting Ray RobbJuncos Hollinger Racing+1.046
22Josef NewgardenTeam Penske+1.109
23Dennis HaugerDale Coyne Racing+1.328
24Felix RosenqvistMeyer Shank Racing+1.356
25Louis FosterRahal Letterman Lanigan Racing+1.708