Für Mick Schumacher gab es zum Abschluss der 'March Madness' (Verrückter März) mit vier IndyCar-Rennen innerhalb von 29 Tagen nichts zu holen: Der Rookie überquerte die Ziellinie als 24. im Barber Motorsports Park bei Birmingham, der ersten klassischen Rundstrecke im Rennkalender. Der Sieg ging an Pole-Setter Alex Palou (Chip Ganassi) vor Christian Lundgaard (McLaren) und Schumachers RLL-Teamkollege, Graham Rahal.
Schumacher, der das Rennen von P20 aufgenommen hatte, fand zu keinem Zeitpunkt einen Weg nach vorne im Feld der 25 Autos. Der 27-Jährige fuhr den Start-Stint auf Hard-Reifen von Firestone, bevor er in der 15. Runde auf die Soft-Reifen wechselte. Nach seinem frühen zweiten Boxenstopp (Runde 37, wieder auf Soft) fiel der RLL-Pilot zwischenzeitlich bis ans Ende des Feldes zurück.
Mick Schumacher kommt Alex Palou in die Quere
Schumacher legte seinen dritten und letzten Boxenstopp in der 65. der 90 Runden ein - zusammen mit Spitzenreiter Palou. Zwischen dem Serienneuling und dem späteren Rennsieger wurde es eng bei der Boxenausfahrt, doch Palou setzte sich nach dem kurzzeitigen Parallelflug durch und überrundete Schumacher damit effektiv.
Während RLL bei Schumacher ein drittes Mal die vermeintlich schnelleren Soft-Reifen aufschnallen ließ, bestritt Palou einen Großteil des Rennens auf den haltbareren Hart-Reifen, deren Performance-Unterschied zu den Softs überraschend gering ausfiel. Dabei griff der Spanier sogar auf gebrauchte Reifensätze aus den vorangegangenen Trainings zurück. Die härtere der beiden Mischungen stellte sich im Rennen für die meisten Fahrer als die bessere Wahl heraus.
Schumacher Letzter in der IndyCar-Meisterschaft
Schumacher kann das Wochenende in Barber nur als wertvolle Erfahrung abbuchen und belegt weiter den letzten Platz in der Meisterschaft. Seine bisherigen Ergebnisse beim Debüt in der US-Formelserie: Ausfall beim Auftakt in St. Petersburg (Stadtkurs), P18 in seinem ersten Oval-Rennen auf dem Phoenix Raceway, ein 22. Rang in Arlington (Stadtkurs) sowie jetzt Position 24 im Barber Motorsports Park.
Hinter Schumacher landete am Sonntag nur sein Teamkollege Louis Foster in einem Rennen ohne größere Zwischenfälle, das komplett unter grünen Bedingungen über die Bühne ging. Wozu die RLL-Mannschaft potenziell im Stande ist, stellte der dritte Fahrer im Bunde, Graham Rahl, unter Beweis. Der 37-Jährige errang mit P3 seinen ersten Podestplatz in der laufenden Saison sowie den ersten seit 2023! Rahal hatte schon im Qualifying mit dem dritten Startplatz groß aufgetrumpft und lieferte sich in den ersten Runden ein Duell mit dem von P2 gestarteten David Malukas.

RLL-Veteran Rahal nach gefühlter Ewigkeit wieder auf Podium
Im Mittel-Stint musste Rahal zunächst den von P10 gestarteten Christian Lundgaard ziehen lassen, der am ehesten das Potenzial zeigte, Palou den Sieg streitig machen zu können. Beim letzten Boxenstopp des Arrow-McLaren-Piloten in Runde 69 klemmte jedoch ein Hinterrad.
Den Patzer nutzte Rahal, um die zweite Position zurückzuerobern. Lundgaard schlug mit reichlich Wut im Bauch zurück und setzte das entscheidende Überholmanöver drei Runden vor Schluss. Rahal geling es in den Schlussminuten immerhin, den dritten Podestplatz mit sieben Zehnteln Vorsprung gegen Malukas zu verteidigen.
Dritter Barber-Sieg: Alex Palou wieder in eigener Liga
An der Spitze des Feldes hatte sich Sieger Palou abgesetzt und fuhr ein weiteres Mal in seiner eigenen Liga - gigantische 13,277 Sekunden Vorsprung beim Zieleinlauf. Der Chip-Ganassi-Pilot feierte seinen 21. IndyCar-Sieg und den dritten in Barber, wo er 2021 erstmals ein Rennen gewonnen hatte. Für Palou war es der zweite Sieg und der dritte Podestplatz in der laufenden Saison, womit er sich gute Chancen auf seinen fünften Titelgewinn ausrechnen kann.
Hinter Palou, Rahal und Lundgaard folgten auf den Plätzen vier bis acht: David Malukas, Kyle Kirkwood, Marcus Armstrong, Scott Dixon und Santino Ferrucci. Marcus Ericsson und Josef Newgarden komplettierten die Top-10. Für die IndyCars geht es nach dem geschäftigen Auftakt in die neue Saison in drei Wochen weiter. Vom 17. bis 19. April 2026 wartet das fünfte Rennen des Jahres in Long Beach, Kalifornien bei Los Angeles.
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