Für Mick Schumacher gab es zum Abschluss des anstrengenden Triple-Headers beim Auftakt in seine erste IndyCar-Saison nichts zu holen. Beim dritten Saisonlauf auf dem neuen Stadtkurs in Arlington, Texas fuhr der 26-Jährige als 22. und damit letzter Fahrer mit einer Runde Rückstand über den Zielstrich.
Das Rennen war praktisch schon nach der zweiten Runde gelaufen, als Schumacher wegen einer Kollision mit Christian Lundgaard (Arrow McLaren) eine Durchfahrtstrafe kassierte und in der Folge auf die letzte Position zurückfiel.
Mick Schumacher für frühe Kollision bestraft
"Es war offensichtlich kein gutes Rennen für uns", sagte der RLL-Rookie kurz nach dem Rennen. "Ich muss mir die Videos anschauen, aber aus dem Cockpit heraus fühlte es sich so an, als hätte Lundgaard versucht, außen vorbeizugehen und dann wieder nach innen zu ziehen. Ich habe die Innenseite gewählt, meine Bremsen blockierten und dann sind wir zusammengestoßen."
Was für den von Platz 17 gestarteten Schumacher schon alles andere als vielversprechend begonnen hatte, wurde dann auch nicht besser: In der 39. Runde drehte sich Mick in der zweiten Kurve nach einer Kollision mit Josef Newgarden (Penske), der kurz zuvor aus der Boxengasse gekommen war. Schumacher fuhr völlig abgeschlagen auf der letzten Position, mit zwischenzeitlich mehr als 30 Sekunden Rückstand auf den vorletzten Rang.
Schumacher: "Teil eines ziemlich dummen Rennens"
"Ich denke, der größte Zeitverlust kam durch den Dreher mit Newgarden", so der IndyCar-Neueinsteiger. "Das fühlte sich einfach seltsam an, weil es für mich so aussah, als wäre er wieder zu mir zurückgezogen. Ich bin natürlich mit Tempo in die Kurve gefahren, und er hat sich irgendwie mit dem dunklen Schatten vermischt, sodass es schwer war, ihn zu erkennen. Aber das war einfach Teil eines ziemlich dummen Rennens."
Schumacher belegt nach den ersten drei Saisonrennen in St. Petersburg, Phoenix und Arlington den letzten Platz in der Meisterschaft mit 25 Punkten. Sonntags-Sieger Kyle Kirkwood (Andretti) hat die Tabellenspitze mit 126 Zählern vor Titelverteidiger Alex Palou (100 Punkte, Chip Ganassi Racing) übernommen. Graham Rahal belegt als bester der drei RLL-Piloten den 16. Rang (46 Punkte), Teamkollege Louis Foster rangiert auf P19 (41 Punkte).
Nachdem Schumachers früher, unverschuldeter Ausfall beim Auftakt in St. Petersburg, Florida keine Rückschlüsse auf die wahre Performance zuließ, dürfte Arlington sein bisher schwächster Auftritt gewesen sein - nur eine Woche nach seiner sensationell guten Leistung mit Startplatz vier auf dem Oval-Kurs in Phoenix.
Schumachers Fazit: "Wir hatten Pace, konnten sie aber einfach nicht nutzen. Für uns ist es wichtig zu verstehen, was an diesem Wochenende passiert ist und warum wir nicht die Pace einiger der Topfahrer hatten. Wir müssen herausfinden, wie wir ein besseres Qualifying-Auto, aber auch ein besseres Auto im Rennen bekommen."
Verschnaufpause für Schumacher und IndyCars
RLL-Teamkollege Foster erreichte auf dem welligen Stadtkurs in Arlington mit Platz 13 das beste Resultat für Rahal Letterman Lanigan Racing. Der Brite haderte allerdings mit seinem letzten Boxenstopp, als die Crew nicht rechtzeitig bereitstand und er dadurch laut eigener Ansicht drei Plätze verloren hätte. Foster tat sich zudem mit den Soft-Reifen von Firestone ebenso schwer wie RLL-Veteran Rahal, der sich rückblickend eine andere Strategie im Rennen gewünscht hätte.
Schumacher, die RLL-Mannschaft und der IndyCar-Tross können nun zum ersten Mal in dieser Saison durchschnaufen und die gesammelten Daten gründlich analysieren: Das vierte von 18 Rennen in diesem Jahr wartet vom 27. Bis 29. März 2026 in Birmingham, Alabama. Im Barber Motorsports Park steigt das erste Rundstreckenrennen der Saison. "Als Team haben wir dort viel Erfahrung und wissen, wo wir anfangen müssen", sagt Schumacher, der vor seinem ersten IndyCar-Rennen auf einer traditionellen Rennstrecke steht.
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