Für Mick Schumacher gab es im Qualifying beim dritten IndyCar-Rennwochenende in Arlington, Texas nichts Nennenswertes zu holen. Der Neueinsteiger belegte am Samstag in der Gruppe 1 den neunten Platz und verpasste damit den Sprung in die nächste Runde der schnellsten Zwölf.

Bedeutet: Schumacher wird das Rennen auf dem neuen Stadtkurs im Rennkalender aus der neunten Startreihe von P17 aufnehmen. Das zweite Straßenrennen dieser Saison nach dem Auftakt in St. Petersburg beginnt am Sonntag um 16:30 Uhr deutscher Zeit - und damit eine Stunde früher als geplant. Die Verlegung erfolgte aufgrund starker Windböen, die am Sonntag rund um Arlington erwartet werden.

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Mick Schumacher wird im Qualifying durchgereicht

Schumacher mischte zu Beginn des 12-minütigen Gruppen-Qualifyings munter an der Spitze mit und belegte nach den ersten Runs auf Hart-Reifen den vierten Platz. Nach dem Wechsel aller Fahrer auf die schnelleren Soft-Mischungen von Firestone konnte der 26-Jährige zunächst nicht mithalten und fiel aus den Top-6 heraus, die den Einzug in den nächsten Quali-Abschnitt ('Fast 12') bedeuten.

Schumacher sortierte sich mit seiner sechsten Runde auf dem siebten Platz hinter seinem RLL-Teamkollegen Louis Foster ein, konnte mit dem letzten Run aber nicht nachlegen und wurde bis auf Platz neun in der Gruppe mit zwölf Fahrern durchgereicht.

Champion Alex Palou in eigener Liga

Mick benötigte 1:34.839 Minuten für seine beste Runde auf dem mit 4,3 Kilometern zweitlängsten Kurs nach der Road America. Rund zwei Zehntelsekunden fehlten ihm zu Ex-Formel-1-Fahrer Marcus Ericsson auf dem rettenden sechsten Platz. Schumacher wirkte im Anschluss nicht allzu glücklich und hatte sich womöglich mehr erhofft - eine Woche nach seinem sensationellen vierten Startplatz beim Oval-Rennen auf dem Phoenix Raceway.

"Insgesamt hatten wir die Pace, um weiterzukommen, aber nicht die richtige Kombination aus Grip und Setup", sagte Schumacher. "Deshalb hat es leider nicht geklappt. Schade, da wäre mehr drin gewesen. Vor allem die Runs auf den harten Reifen waren gut. Wir müssen schauen, was wir verbessern können. Das nächste Qualifying ist auf einem Rundkurs, das könnte sich für mich etwas vertrauter anfühlen."

Schumachers Rückstand auf Gruppen-Spitzenreiter Alex Palou (Chip Ganassi Racing) betrug 1,09 Sekunden. Der amtierende Champion, der am vergangenen Wochenende in Phoenix vorzeitig ausfiel, brannte eine schnelle Runde nach der anderen in den welligen Asphalt und ist ganz offensichtlich auf Wiedergutmachung aus. Felix Rosenqvist belegte mit drei Zehnteln Rückstand den zweiten Platz, gefolgt von Alex Rossi sowie Josef Newgarden an dritter und vierter Stelle. Schumachers RLL-Teamkollege schied als Siebter ebenfalls vorzeitig aus.

Marcus Ericsson auf Pole Position in Arlington

Die Pole Position sicherte sich Marcus Ericsson - seine erste in der IndyCar-Serie beim 117. Versuch! Der Andretti-Pilot setzte sich im letzten Qualifying-Abschnitt ('Fast Six') vor Titelverteidiger Alex Palou (Chip Ganassi Racing) durch, der die erste Startreihe komplettiert. Erstmals wurde der Kampf um die Pole auf einem Stadtkurs per Einzelzeitfahren ausgetragen - diese Änderung hatten die IndyCar-Verantwortlichen erst vor einer Woche eingeführt. Eine Fortsetzung des Formats, das eigentlich den Oval-Kursen vorbehalten ist, wird nach dem Wochenende diskutiert.

Ericsson hatte die Runde der 'Fast Six' eröffnet und hielt sich mit seiner Bestzeit von 1:34.356 Minuten durchweg an der Spitze. Zittern musste der Schwede aber bis zum Schluss, denn als letzter Fahrer nahm Superstar Palou seine Runde in Angriff. Der viermalige Champion verpasste Ericssons Fabelzeit aber deutlich um 0,461 Sekunden. "Marcus ist eine tolle Runde gefahren", zog Palou den Hut. "Wir wussten, dass es schwierig werden würde, weil wir als Letzter die Runde gefahren sind."

Pato O'Ward errang unter den wachsamen Augen seines McLaren-Chefs Zak Brown, der dem Besuch in Arlington einer Reise zur Formel 1 nach China den Vorzug gab, auf dem dritten Startplatz. Will Power (Andretti) und die beiden Meyer-Shank-Piloten Felix Rosenqvist sowie Marcus Armstrong folgten auf den Positionen vier, fünf und sechs.

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