Qualifying-Generalprobe für die IndyCar und Mick Schumacher in Arlington, Texas: Bevor es im Laufe des Samstags mit dem Qualifying (live ab 19:30 Uhr) ernst wird, hatten die 25 Piloten im zweiten Freien Training noch eine letzte Gelegenheit, sich mit dem herausfordernden neuen Stadtkurs in Arlington vertraut zu machen.
Schumacher belegte dabei schlussendlich als bester Rookie den 14. Platz und war somit klar im Mittelfeld platziert. Für seine schnellste Runde benötigte er dabei 1:34.669 Minuten und unterbot damit seine Bestzeit vom ersten Training des Vortages um mehr als zweieinhalb Sekunden. Der Deutsche zeigte im Training auch über weite Strecken klar Potenzial für mehr. Im 40-minütigen ersten Teil der Session, an dem alle Autos teilnahmen, platzierte sich der Ex-Formel-1-Pilot auf dem siebten Rang.
Für Schumacher ist das Rennen im nur rund 32 Kilometer von der Millionenmetropole Dallas gelegenen Arlington eine Art Heimrennen. Seine Familie betreibt im zwei Autostunden entfernten Gordonville eine Pferde-Ranch. Für den 43-fachen Formel-1-Starter ist es erst das dritte Rennwochenende in der IndyCar nach seinem Wechsel aus der WEC zu dieser Saison. Dabei trifft Schumacher aber bereits zum zweiten Mal die Herausforderung eines Stadtkurses. Beim Saisonauftakt in St. Petersburg war der 26-Jährige bei einer Startkollision unverschuldet ausgeschieden.
Andretti-Pilot holt Bestzeit, Bodenwellen sorgen weiter für Probleme
Wie im ersten Training stellten dabei die als extrem identifizierten Bodenwellen die Fahrer vor Herausforderungen. Zahlreiche Verbremser sorgten für einige Ausflüge in die Auslaufzonen. Zumindest etwas besser sollen die Bodenwellen aber geworden sein, nachdem über Nacht Hand angelegt wurde, wie der Renningenieur des amtierenden IndyCar-Champions Alex Palou, Barry Wanser, verriet.
Die schnellste Zeit des Trainings ging schlussendlich an Kyle Kirkwood im Andretti, der mit einer Zeit von 1:33.140 Minuten für die schnellste Runde des Wochenendes sorgte und die FP1-Bestzeit von Scott McLaughlin (Penske) um 1,752 Sekunden unterbot. McLaughlin konnte seinerseits im FP2 Rang sieben erreichen. Hinter Kirkwood reihte sich mit bereits mehr als dreieinhalb Zehnteln Rückstand Alex Palou ein. Marcus Armstrong im Meyer Shank konnte trotz eines späten Drehers den dritten Rang erreichen. Die Top-5 wurden von Kirkwoods Andretti-Teamkollegen Will Power und Marcus Ericsson abgeschlossen.
Vor McLaughlin belegte David Malukas im zweiten Penske-Boliden den sechsten Platz. Pato O’Ward wurde als bester McLaren-Pilot nur auf P8 klassifiziert. Alexander Rossi (Ed Carpenter Racing) und Christian Lundgaard (McLaren) schlossen die Top-10 ab. Der Meisterschaftsführende Josef Newgarden erreichte nach einem Unfall nur Platz zwölf direkt hinter IndyCar-Rückkehrer Romain Grosjean im Dale-Coyne-Boliden.
IndyCar-Champions kollidieren, Meisterschaftsführender crasht
Für die erste Unterbrechung der Session sorgte nach rund zehn Minuten eine Kollision zwischen dem sechsfachen IndyCar-Champion Scott Dixon (Chip Ganassi Racing) und Will Power im Andretti. Dixon hatte sich zuvor in Kurve 4 mit den herausfordernden Bodenwellen gedreht und stand quer auf dem engen Streckenabschnitt. Aus bisher unbekannten Gründen tauchte beim heraneilenden Power aber keine Warnung auf dessen Lenkrad auf, ebenso wenig wurde eine Gelbe Flagge der Marshals geschwenkt. Folgerichtig fuhr Power auf Dixon auf und verlor dabei seine Nase. Beide Autos konnten sich beschädigt an die Box zurückschleppen. Nach rund zehn Minuten konnte das Training fortgesetzt werden.
Dreieinhalb Minuten vor dem Ende des Trainings mit allen Piloten sorgte schließlich der Meisterschaftsführende Josef Newgarden für eine Rote Flagge, der in Kurve 2 in der Mauer einschlug, nachdem er beim Einlenken das Heck verloren hatte. „Ich habe mich einfach an der Hinterachse verbremst und mir ist der Platz ausgegangen“, analysierte der 35-Jährige nüchtern. Die 40-minütige Session wurde nicht wieder aufgenommen, bevor im Anschluss die zwei zwölfminütigen Gruppenphasen folgten, bei denen alle Fahrer an nur einer Session teilnehmen dürfen.
Die erste Gruppenphase begann dann sogleich kurios. Nur wenige Augenblicke, nachdem die Autos aus der Boxengasse fuhren, wurde das Training wieder mit einer Roten Flagge unterbrochen, nachdem augenscheinlich Catering-Mitarbeiter auf der Strecke liefen. Glück im Unglück: Da die Trainings-Zeit noch nicht offiziell gestartet war, lief die Uhr im Anschluss nicht wie sonst bei einer Roten Flagge im Training herunter und die Fahrer der ersten Gruppe konnten auf dem Papier die vollen zwölf Minuten nutzen.
Die Gruppe wurde schließlich aber ein zweites Mal unterbrochen als Marcus Armstrong sich zweieinhalb Minuten vor dem Ende in seinem Meyer-Shank-Boliden in der letzten Kurve drehte. „Es war nicht mein bester Moment“, gab der ehemalige Formel-2-Pilot zu. „Auf der anderen Seite ist es genau jetzt (im Training; d. Red.) der richtige Zeitpunkt, um diese leichten Fehler zu machen.“
IndyCar Arlington 2026: Ergebnis 2. Freies Training
| Position | Fahrer | Team |
|---|---|---|
| 1 | Kyle Kirkwood | Andretti Global |
| 2 | Alex Palou | Chip Ganassi Racing |
| 3 | Marcus Armstrong | Meyer Shank Racing |
| 4 | Will Power | Andretti Global |
| 5 | Marcus Ericsson | Andretti Global |
| 6 | David Malukas | Team Penske |
| 7 | Scott McLaughlin | Team Penske |
| 8 | Pato O'Ward | Arrow McLaren |
| 9 | Alexander Rossi | Ed Carpenter Racing |
| 10 | Christian Lundgaard | Arrow McLaren |
| 11 | Romain Grosjean | Dale Coyne Racing |
| 12 | Josef Newgarden | Team Penske |
| 13 | Felix Rosenqvist | Meyer Shank Racing |
| 14 | Mick Schumacher | Rahal Letterman Lanigan Racing |
| 15 | Scott Dixon | Chip Ganassi Racing |
| 16 | Louis Foster | Rahal Letterman Lanigan Racing |
| 17 | Nolan Siegel | Arrow McLaren |
| 18 | Caio Collet | A.J. Foyt Enterprises |
| 19 | Dennis Hauger | Dale Coyne Racing |
| 20 | Rinus VeeKay | Juncos Hollinger Racing |
| 21 | Christian Rasmussen | Ed Carpenter Racing |
| 22 | Santino Ferrucci | A.J. Foyt Enterprises |
| 23 | Graham Rahal | Rahal Letterman Lanigan Racing |
| 24 | Kyffin Simpson | Chip Ganassi Racing |
| 25 | Sting Ray Robb | Juncos Hollinger Racing |
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