Auf die IndyCars und Mick Schumacher wartet an diesem Wochenende eine neue Herausforderung: Die US-Formelserie gastiert zum dritten Rennen der Saison 2026 auf einem neuen Stadtkurs in Arlington, Texas. Schon im 1. Freien Training am Freitag zeigte sich, dass die Strecke einige Tücken bereithält. Die Fahrer kämpften in der ersten Session mit extremen Bodenwellen und unterschiedlichen Asphaltbelägen - die Auslaufzonen entwickelten sich zur beliebten Anlaufstelle.
Schumacher belegte den 21. Platz auf dem mit 4,39 Kilometern zweitlängsten Kurs im Rennkalender. Der RLL-Pilot benötigte 1:37.328 Minuten für seine beste Runde, die an den Stadien der Dallas Cowboys sowie Texas Rangers vorbeiführt. Die Bestzeit im aufgeteilten 1. Training - eine Session mit allen Autos auf Hart-Reifen über 40 Minuten sowie zwei 12-Minuten-Sessions mit den Soft-Firestones - sicherte sich Scott McLaughlin in 1:34.892 Minuten
Mick Schumacher und Co. hadern mit Bodenwellen in Arlington
Schumacher, der am vergangenen Wochenende mit Platz vier im Qualifying (P18 im Rennen) auf dem Short Oval von Phoenix für eine faustdicke Überraschung gesorgt hatte, legte im Training 19 Runden zurück. Er und seine Rookie-Mitstreiter Dennis Hauger sowie Caio Collet durften in beiden 12-Minuten-Sessions fahren.
Der 26-Jährige erlebte ebenfalls einen der zahlreichen Auslaufstellen-Ausflüge und haderte zwischenzeitlich mit den starken Bodenwellen. "In Turn 10 fühlt es sich an, als ob wir das Auto zerbrechen würden", funkte er an den Kommandostand.
Schumacher bezeichnet den nagelneuen Stadtkurs in Arlington mit seiner gefühlt ewig langen Vollgas-Geraden als eine Art Heimrennen in den Vereinigten Staaten: Seine Familie betreibt im zwei Autostunden entfernten Gordonville eine Pferde-Ranch. Der frühere Formel-1- und WEC-Fahrer bestreitet an diesem Wochenende sein zweites Stadtrennen nach dem Auftakt in St. Petersburg, wo er einer Startkollision zum Opfer fiel.
Nicht nur Schumacher wurde von dem welligen Untergrund überrascht. "Die Strecke ist ein bisschen härter als wir dachten", sagte Felix Rosenvist, der mit seinem MSR-Boliden nur knapp einem Mauereinschlag entging. "Es ist sehr herausfordernd, macht aber Spaß. Jetzt müssen wir herausfinden, wie wir am besten mit den Bodenwellen umgehen."
Spitzenreiter McLaughlin: "Absoluter Lieblings-Stadtkurs!"
Spitzenreiter McLaughlin hatte hingegen seinen Spaß und meinte während des Trainings: "Das ist schon jetzt mein absoluter Lieblings-Stadtkurs! Ich fühle mich hier wie ein kleines Kind oder wie bei meinem ersten IndyCar-Rennen!" Dem Penske-Piloten gelang auf den Soft-Reifen eine Fabelrunde mit mehr als vier Zehntelsekunden Vorsprung auf die Konkurrenz. Erst in den Schlussminuten machte es der amtierende Champion Alex Palou spannend und reichte bis auf 0,058 Sekunden an McLaughlins Zeit heran.
Andretti-Pilot Will Power belegte dahinter mit 0,4 Sekunden Abstand den dritten Platz. Pato O'Ward (Arrow McLaren), Rosenqvist (Meyer Shank Racing) und Ex-Formel-1-Pilot Marcus Ericsson (Andretti) folgten auf den Positionen vier bis sechs. Alexander Rossi (Ed Carpenter Racing) und Christian Lundgaard (Arrow McLaren) komplettierten die Top-8. Lundgaard fehlten rund acht Zehntelsekunden zur Spitze.
Für die erste Unterbrechung mit roten Flaggen sorgte Sting Ray Robb nach 15 Minuten: Der Juncos-Hollinger-Pilot landete mit blockierenden Hinterrädern in der Mauer und musste die Session mit gebrochener Aufhängung vorzeitig beenden. Sein Teamkollege Rinus VeeKay löste die zweite Rot-Phase nach einem kapitalen Verbemser in Kurve 10 aus. Als sein Chevrolet-Dallara in der Auslaufzone zum Stehen kam, fingen sogar die Bremsen Feuer und mussten vom Streckenpersonal gelöscht werden. In den beiden folgenden 12-Minuten-Sessions ereigneten sich keine weiteren Dramen.
IndyCar Arlington 2026: Ergebnis 1. Freies Training
| Position | Fahrer | Team | Rundenzeit |
|---|---|---|---|
| 1 | Scott McLaughlin | Team Penske | 1:34.8926 |
| 2 | Alex Palou | Chip Ganassi Racing | 1:34.9513 |
| 3 | Will Power | Andretti Global | 1:35.3051 |
| 4 | Pato O'Ward | Arrow McLaren | 1:35.3641 |
| 5 | Felix Rosenqvist | Meyer Shank Racing | 1:35.3775 |
| 6 | Marcus Ericsson | Andretti Global | 1:35.6274 |
| 7 | Alexander Rossi | Ed Carpenter Racing | 1:35.6693 |
| 8 | Christian Lundgaard | Arrow McLaren | 1:35.6898 |
| 9 | Scott Dixon | Chip Ganassi Racing | 1:35.9943 |
| 10 | Dennis Hauger | Dale Coyne Racing | 1:36.0528 |
| 11 | Graham Rahal | Rahal Letterman Lanigan Racing | 1:36.1392 |
| 12 | David Malukas | Team Penske | 1:36.2588 |
| 13 | Caio Collet | A.J. Foyt Enterprises | 1:36.2632 |
| 14 | Romain Grosjean | Dale Coyne Racing | 1:36.2944 |
| 15 | Kyle Kirkwood | Andretti Global | 1:36.3057 |
| 16 | Josef Newgarden | Team Penske | 1:36.3108 |
| 17 | Christian Rasmussen | Ed Carpenter Racing | 1:36.4479 |
| 18 | Marcus Armstrong | Meyer Shank Racing | 1:36.5043 |
| 19 | Louis Foster | Rahal Letterman Lanigan Racing | 1:36.5075 |
| 20 | Nolan Siegel | Arrow McLaren | 1:36.9776 |
| 21 | Mick Schumacher | Rahal Letterman Lanigan Racing | 1:37.3287 |
| 22 | Santino Ferrucci | A.J. Foyt Enterprises | 1:37.5303 |
| 23 | Kyffin Simpson | Chip Ganassi Racing | 1:38.4198 |
| 24 | Rinus VeeKay | Juncos Hollinger Racing | 1:38.4434 |
| 25 | Sting Ray Robb | Juncos Hollinger Racing | 1:39.7726 |
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