Mit dem Stadtrennen in Arlington, Texas endet an diesem Wochenende ein Triple-Header zum Auftakt in die IndyCar-Saison 2026. Nicht nur der temporäre Straßenkurs ist neu, sondern auch der Ablauf des Qualifyings am Samstag, 14. März (19:35 Uhr deutsche Zeit). Die Fahrer tragen erstmals im Kampf um die Pole Position ein Einzelzeit-Fahren aus, das ansonsten den Oval-Strecken vorbehalten ist.
Zunächst bleibt der Quali-Ablauf wie gehabt auf Stadt- und Rundstrecken: Die 25 Fahrer werden zunächst in zwei K.o.-Gruppen aufgeteilt. Die jeweils schnellsten Sechs ziehen in die nächste Runde der Top-12 ein. Die sechs bestplatzierten Piloten aus diesem Abschnitt machen dann im 'Fast Six' die ersten drei Startreihen (P1-P6) unter sich aus. Diesmal aber nicht mit allen Autos gemeinsam auf der Strecke, sondern durch einzelne Runden.
Neue IndyCar-Regel: Einzelzeitfahren auf Stadtkursen
Mit dem Einzelzeitfahren und nur einer schnellen Runde will die IndyCar die Spannung im Qualifying zusätzlich fördern und "die Herausforderung für Teams und Fahrer ins Rampenlicht setzen", wie es in einer Pressemitteilung heißt. Nicht weniger wichtig: Fernsehpartner Fox Sports strahlt das zeitlich verlängerte Qualifying komplett aus - also mehr wertvolle 'Screen Time' für die IndyCars.
"Dieses Format ermöglicht es den Teilnehmern und Sponsoren, die sich einen Platz in den Fast Six gesichert haben, während ihres Qualifying-Versuchs die volle Aufmerksamkeit der TV-Übertragung zu erhalten", sagt IndyCar-Chef J. Douglas Boles. "Gleichzeitig gibt es den Zuschauern zu Hause die Möglichkeit zu sehen, was das Qualifying in der IndyCar so hart umkämpft macht - und wie viel Perfektion nötig ist, um sich die Pole Position zu sichern."
Damit es im Fast-Six-Abschnitt nicht zu Verzögerungen oder Verkehr auf der Strecke kommt, wird die Ziellinie so verlegt, dass die Autos nach ihrer schnellen Runde direkt in die Boxengasse abbiegen können. Sobald ein Fahrer die Strecke verlassen hat, ist der nächste an der Reihe. An der Anzahl der verfügbaren Reifen ändert sich nichts. Sollte sich das Format bewähren, behält sich die IndyCar eine Fortsetzung bei weiteren Stadt- und Rundkurs-Rennen vor.
Wenn das Fast-Six-Qualifying durch regnerische oder ähnliche Bedingungen beeinflusst werden sollte, die keinen fairen Vergleich zwischen den einzelnen Fahrern zulassen, gibt es zwei Möglichkeiten laut Reglement: eine kurzfristige Formatänderung zurück zum alten Ablauf mit allen sechs Autos auf der Strecke oder die Ergebnisse aus Abschnitt 2 (P1-P12) als Grundlage für die Startaufstellung.
Mick Schumachers 'Heimspiel' in Arlington, Texas
Der Stadtkurs im texanischen Arlington (ca. 400.000 Einwohner) taucht erstmals im Rennkalender der IndyCars 2026 auf. Mit einer Streckenlänge von 4,39 Kilometern ist es das längste aller Straßenrennen und der zweilängste Kurs im Kalender hinter Road America. Die 14 Kurven führen unter anderem an den Stadien des NFL-Teams Dallas Cowboys sowie des Baseball-Teams Texas Rangers vorbei.
Mit dem früher auch aus der Formel 1 bekannten Einzelzeitfahren hat IndyCar-Rookie IndyCar zuletzt gute Erfahrungen gemacht. Der RLL-Pilot sorgte am vergangenen Wochenende mit dem vierten Qualifying-Platz bei seiner Oval-Premiere in Phoenix für eine echte Sensation. Im Rennen lief es dann nicht wie erhofft: Schumacher wurde schon in der Startphase bis auf P10 zurückgereicht und geriet später wegen eines defekten Schlagschraubers beim Boxenstopp in Rundenrückstand - Platz 18 beim zweiten Saisonlauf.
Schumacher freut sich besonders auf den nagelneuen Stadtkurs in Arlington, den er als eine Art Heimrennen bezeichnet: Seine Familie betreibt im zwei Autostunden entfernten Gordonville eine Pferde-Ranch. Vorteil Schumacher: Als Serienneuling ist sein Erfahrungsnachteil gegenüber der etablierten Konkurrenz geringer, weil keines der Teams auf Daten aus der Vergangenheit zurückgreifen kann.
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