Die IndyCar-Serie hat die Saison 2026 nach einer sechsmonatigen Winterpause mit dem Auftakt in St. Petersburg, Florida eingeläutet. Auf dem temporären Stadtkurs nahmen die 25 Fahrer am Freitagmittag Ortszeit (19:30 Uhr deutscher Zeit) das erste von zwei Freien Trainings an diesem Wochenende unter die Räder.
Neu dabei ist Mick Schumacher, der nach zwei Jahren in der WEC sein Debüt in der US-Formelserie gibt. Für den Neuzugang von Rahal Lanigan Letterman Racing (RLL) ist jeder Kilometer auf der Strecke Gold wert, nachdem sich der 26-Jährige nur bei drei Test-Gelegenheiten auf das neue Abenteuer vorbereiten konnte.
Mick Schumacher bei Debüt im hinteren Feld
Schumacher drehte im unterteilten Training - 40 Minuten auf harten Firestone-Reifen sowie anschließend zweimal 12 Minuten mit den Soft-Mischungen - insgesamt 37 Runden und damit die meisten aller Fahrer. Schumacher und seine Rookie-Mitstreiter Dennis Hauger sowie Caio Collet durften beide Soft-Sessions bestreiten, während allen weiteren Fahrern nur eines der zwei 12-Minuten-Trainings zur Verfügung stand.
Schumacher belegte am Ende den 23. und damit drittletzten Platz. Der frühere Formel-1-Fahrer benötigte 1:02.170 Minuten für seine schnellste Runde auf dem 2,890 Kilometer langen Stadtkurs. Schumacher machte sich in der 1. Soft-Session mit den weicheren Mischungen vertraut, verzichtete in der 2. Session aber auf weitere Soft-Runs. Auf Hart-Reifen gelang ihm dennoch eine Zeitenverbesserung. Die weiteren Rookies Dennis Hauger und Caio Collet belegten die Plätze 17 respektive 24.
St. Petersburg: Bestzeit für Team Penske
Schumachers Rückstand auf Spitzenreiter Scott McLaughlin (Penske) betrug 1,068 Sekunden. Der Neuseeländer sicherte sich die Bestzeit in der letzten der drei Sessions auf Softs. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Felix Rosenqvist (Meyer Shank Racing) sowie Kyle Kirkwood (Andretti) im Abstand von 0,075 Sekunden. Die schnellsten Rundenzeiten wurden allesamt auf den Soft-Mischungen erzielt.
Der viermalige und amtierende IndyCar-Champion Alex Palou (Chip Ganassi Racing) ordnete sich an sechster Stelle hinter Kyffin Simpson (Chip Ganassi Racing) und Ex-F1-Fahrer Marcus Ericsson (Adretti auf P4 und P5 ein. Marcus Armstrong (Meyer Shank Racing) und Christian Rasmussen (Ed Carpenter Racing) komplettierten die Top-8.
Training mehrfach durch rote Flaggen unterbrochen
Das 1. Freie Training wurde fünfmal durch rote Flaggen unterbrochen. Los ging es schon nach wenigen Minuten: Am Dale-Coyne-Boliden von Rookie Dennis Hauger hatte sich eine Feder gelöst und war über den Asphalt gehüpft. Der amtierende IndyNXT-Champion musste als Auslöser der Unterbrechung fünf Minuten an der Box warten, bevor er das Training fortsetzen konnte.
Nach 15 Minuten ließ die Rennleitung ein weiteres Mal rote Flaggen schwenken, nachdem sich der frühere Formel-1-Fahrer Alexander Rossi ausgangs Kurve 4 gedreht hatte. Der Ed-Carpenter-Pilot konnte einen Mauerkontakt vermeiden und selbstständig an die Box zurückkehren.
Newgarden und Dixon verunfallen im Training
Dieses Kunststück gelang Josef Newgarden nach 27 Minuten nicht: Der Penske-Fahrer verlor das Auto auf einem Kerb und schlug in der letzten Kurve linksseitig in die Streckenbegrenzung ein. Newgarden gelang es dennoch, den leicht beschädigten Boliden aus eigener Kraft zurück in die Boxengasse zu bringen.
In der ersten der beiden Soft-Reifen-Sessions zu je 12 Minuten krachte es kurz vor dem Ende ordentlich: Scott Dixon rammte mit seinem Chip-Ganassi-Honda frontal in die Mauern und zerstörte die Frontpartie. Der Wagen des sechsmaligen IndyCar-Champions musste abgeschleppt werden. Dixon wurde nach einer kurzen Untersuchung zügig aus dem Medical Center entlassen. "Frustrierend für das erste Training", meinte der 45-Jährige.
Zu Beginn der zweiten Soft-Session ging die Flaggen-Orgie munter weiter: Louis Foster, Schumachers RLL-Teamkollege, schlug in der letzten Kurve frontal in die Reifenstapel ein. Für den 22-jährigen Briten, der seine zweite IndyCar-Saison bestreitet, war das Training dank abgeknickter Vorderradaufhängung vorzeitig beendet.
IndyCar-Auftakt in St. Petersburg: So geht es weiter
Für die Fahrer und Teams geht es am Samstag zunächst mit dem 2. Freien Training (15:30 Uhr deutscher Zeit) weiter. Später am Tag folgt das erste Qualifying (22:30 Uhr deutscher Zeit) der neuen Saison. Das Rennen steigt schließlich am Sonntag um 18:00 Uhr unserer Zeit, demnach 12:00 Uhr mittags Ortszeit. Sky Deutschland und Motorvision+ übertragen den Saisonauftakt hierzulande live, aber kostenpflichtig.
IndyCar St. Petersburg 2026: Ergebnis 1. Freies Training
| Pos. | Fahrer | Rundenzeit |
|---|---|---|
| 1 | Scott McLaughlin | 1:01.102 |
| 2 | Felix Rosenqvist | 1:01.166 |
| 3 | Kyle Kirkwood | 1:01.177 |
| 4 | Kyffin Simpson | 1:01.178 |
| 5 | Marcus Ericsson | 1:01.196 |
| 6 | Alex Palou | 1:01.261 |
| 7 | Marcus Armstrong | 1:01.303 |
| 8 | Christian Rasmussen | 1:01.482 |
| 9 | David Malukas | 1:01.487 |
| 10 | Christian Lundgaard | 1:01.523 |
| 11 | Reenus VeeKay | 1:01.544 |
| 12 | Pato O'Ward | 1:01.575 |
| 13 | Romain Grosjean | 1:01.753 |
| 14 | Josef Newgarden | 1:01.781 |
| 15 | Scott Dixon | 1:01.799 |
| 16 | Santino Ferrucci | 1:01.840 |
| 17 | Dennis Hauger | 1:01.868 |
| 18 | Will Power | 1:01.938 |
| 19 | Graham Rahal | 1:02.101 |
| 20 | Nolan Siegel | 1:02.102 |
| 21 | Alexander Rossi | 1:02.112 |
| 22 | Louis Foster | 1:02.152 |
| 23 | Mick Schumacher | 1:02.170 |
| 24 | Caio Collet | 1:02.257 |
| 25 | Sting-Ray Robb | 1:02.278 |
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