Motorsport-Magzain.com Plus
IMSA

IMSA: Regenchaos in Road America, Acura und Corvette siegen

Racing vom Allerfeinsten und Weltuntergangs-Regen: Die IMSA lieferte in Road America eine tolle Show. Am Ende setzten sich Acura und Corvette durch.
von Tobias Ebner

Motorsport-Magazin.com - Das war das wohl chaotischste Rennen der Motorsport-Saison 2020 bis jetzt: Der IMSA-Lauf in Road America lieferte packende Zweikämpfe und ganz großes Drama bis zur letzten Sekunde. In einer chaotischen Schlussphase mit Weltuntergangs-Regen holten sich am Ende Acura (DPi), Corvette (GTLM) und Lexus (GTD) den Sieg.

Die ersten zwei Renndrittel waren von herzerfrischenden Zweikämpfen zwischen den Acuras und den Mazdas geprägt. Nach einem Kontakt mit dem Mazda #55 (Bomarito / Tincknell) und daraus resultierendem Plattfuß nach gut 40 Minuten musste der Acura #6 (Cameron / Montoya) sämtliche Sieg-Hoffnungen begraben. Dafür hielt sich das Schwesterauto #7 (Taylor / Castroneves) die Mazdas vom Leib. Höhepunkt dabei war ein Doppel-Überholmanöver von Castroneves gegen beide Mazdas beim Anbremsen von Turn 5.

Mit etwas weniger als einer Stunde auf der Uhr wurde aber alles über den Haufen geworden: Der Himmel öffnete seine Schleusen und sorgte für einen wahren Weltuntergangs-Regen. Die Rennleitung reagierte zunächst mit einer Full Course Yellow und schwenkte schließlich 40 Minuten vor Schluss die Rote Flagge. Die Uhr lief zunächst weiter, 30 Minuten vor Schluss wurde die Zeit angehalten. Nach einer Unterbrechung von gut 15 Minuten machte sich das Feld hinter dem Pace Car wieder auf die Reise.

Für die letzten acht Minuten wurde das Rennen nochmal freigegeben. Der Cadillac #10 (Van Der Zande / Briscoe) lag beim Restart vorn, wurde aber noch vom Acura #7 niedergerungen. Damit durfte Acura über den ersten Saisonsieg in der IMSA jubeln. Hinter den Top-2 wurde der Action-Express-Cadillac #31 (Derani / Nasr) Dritter. In der LMP2-Klasse führte bis zum Regenschauer der PR1-Oreca #52 (Kelly / Trummer), am Ende siegte der Dragonspeed-Oreca #81 (Hedman / Hanley).

IMSA: Porsche und BMW vergeben Sieg im Regenchaos

In der GTLM-Klasse war alles für den ersten Saisonsieg von Porsche vorbereitet. Vanthoor / Bamber auf dem Porsche #912 hatten das Geschehen im Griff und führten vor den beiden BMW #25 (De Phillippi / Spengler) und #24 (Edwards / Krohn). Sie flogen jedoch im sintflutartigen Regen in der letzten Stunde in Turn 1 ab und verloren dadurch zwei Runden. Statt Porsche übernahm BMW die Führung in der Klasse, doch auch die Bayern sollten nicht gewinnen.

Edwards / Krohn im BMW #24 befanden sich im Zweikampf um den Sieg mit dem Porsche #911 (Tandy / Makowiecki), beide flogen jedoch im dichten Regen in der vorletzten Runde ab. Somit wurde es ein Doppelsieg für Corvette mit der #3 (Garcia / Taylor) vor der #4 (Gavin / Milner). Edwards / Krohn im BMW #24 wurden noch als Dritte gewertet.

Das Geschehen in der GTD-Klasse wurde bis zum Regenchaos im Finale von Lexus diktiert. Am Ende stellten Montecalvo / Bell im Lexus #12 den Sieg sicher, doch auch hier lief es nicht ohne Drama ab: Wenige Minuten vor Schluss übernahm Mario Farnbacher im Meyer-Shank-Acura #86 (Farnbacher / McMurry) die Führung, doch auch er flog noch ab. Farnbacher rettete Platz zwei vor dem zweiten Lexus #14 (Hawksworth / Telitz).


Weitere Inhalte:
Mitarbeiter Motorsport Designer Journalismus Programmierer Video
Motorsport-Magzain.com Plus