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Formel E

Prinz William testet Extreme-E-Auto: Boss hofft auf Gaststart

Royaler Besuch bei der Extreme E: Prinz William höchstpersönlich drehte eine Runde im Elektro-SUV. Serienboss Alejandro Agag sieht weiteres Potenzial.
von Robert Seiwert
Prinz William: Extreme-E-Testfahrt in Knockhill!: (00:57 Min.)

Formel-E-Gründer Alejandro Agag weiß, wie man für Schlagzeilen sorgt. Dem umtriebigen Spanier ist mit seinem jüngsten Projekt, der Rennserie Extreme E, jüngst ein weiterer Coup gelungen. Prinz William folgte Agags Einladung, eine Testfahrt im 550 PS starken Elektro-SUV auf der schottischen Rennstrecke Knockhill zu absolvieren.

Der Test erfolgte im Rahmen einer Tour durchs Land, die Prinz William und Ehefrau Kate anlässlich der United Nations Climate Change Conference in Glasgow im November dieses Jahres. In diesem Zuge macht sich der Herzog von Cambridge mit unterschiedlichen Innovationen vertraut, die einen positiven Effekt für die Umwelt und den Klimawandel haben sollen.

Dazu zählt offenbar die Rennserie Extreme E, die in ihrer ersten Saison fünf Rennen an entlegenen und klimatisch bedrohten Orten austrägt. Nach dem politisch wie sportlich diskutablen Saisonauftakt in Saudi-Arabien, reist der Tross per Schiff weiter nach Senegal, wo am kommenden Wochenende in Dakar (Samstag, 29./30. Mai live bei ProSieben Maxx) der zweite Lauf steigt.

Eine bessere Werbung als Prinz William höchstpersönlich am Steuer begrüßen zu dürfen, hätte sich die Extreme E wohl nicht ausdenken können. "Ich würde sehr gern einmal ein Rennen besuchen", sagte der Thronfolger während des privaten Tests. In der Extreme E fahren die Autos nicht nur rein elektrisch, sondern werden per Wasserstoffbrennzellen geladen und erzeugen somit null Emission.

Als Fahrer-Coach für Prinz William war Catie Munnings im Einsatz. Die 23-jährige Britin startet in der Extreme E - wo sich pro Team per Reglement eine Frau und ein Mann das Steuer teilen - für das Team Andretti an der Seite von Timmy Hansen. In Saudi-Arabien erzielte das Duo beim Sieg von Nico Rosbergs Team (Molly Taylor/Johan Kristoffersson) einen Podestplatz.

"Heute wird sicherlich einer dieser Tage sein, die ich nicht so schnell vergessen werde", sagte Munnings nach dem royalen Treffen. "Prince William verstand die Grundfertigkeiten schnell und schien sich mit dem Fahren von Elektrofahrzeugen sehr wohl zu fühlen. Vielleicht sollte sich mein Teamkollege von Andretti United, Timmy, ein wenig Sorgen machen!"

Prinz William ließ es sich bei seinen Runden über Stock und Stein auch nicht nehmen, Extreme-E-Boss Agag auf dem Beifahrersitz zu chauffieren. Der sagte im Anschluss: "Ich denke, er hat seine Erfahrung am Steuer des ODYSSEY 21 unter der fachmännischen Anleitung von Catie wirklich genossen. Vielleicht winkt in Zukunft ein Gast-Rennauftritt in Extreme E!"


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