Formel E

Formel E 2019: Porsche absolviert Rollout in Weissach

Ein Meilenstein in der Motorsport-Geschichte von Porsche: Der Autobauer hat den Rollout mit dem neuen Formel-E-Rennwagen gemeistert.
von Robert Seiwert
Formel E 2019: Porsche-Rollout mit Neel Jani im Video: (01:13 Min.)

Porsches Formel-E-Projekt ist nun offiziell gestartet: An diesem Dienstag absolvierte der Sportwagenhersteller auf dem Porsche-Testgelände in Weissach den Rollout mit seinem neuen Rennwagen. Am Steuer des Gen2-Autos saß Neel Jani. Der Schweizer steht als erster Fahrer für Porsches Einstieg in die Formel E zur Saison 6 fest. Der zweite Fahrer wird noch bekanntgegeben.

Laut Porsche sei der Rollout in Weissach ohne Zwischenfälle verlaufen. "Der neu entwickelte Porsche-Antriebsstrang für die Formel E hat seine Feuertaufe bestanden", sagte Fritz Enzinger, Leiter Porsche Motorsport. "Das ist ein wichtiger Tag für alle, die an diesem Projekt beteiligt sind." Bei Porsche gehen die Entwicklungsarbeiten nun weiter, bevor der Hersteller voraussichtlich Ende Dezember 2019 beim ersten Rennen der Saison 2019/20 an den Start gehen wird.

Porsche-Werksfahrer Jani, dem die Ehre zuteil kam, beim Rollout am Steuer zu sitzen: "Wir betreten hier Neuland. Für mich war es ein großartiges Gefühl. Jeder im Team spürt: Jetzt kommt das Projekt richtig in Schwung. Natürlich sind wir heute noch nicht ans Limit gegangen, aber der Antriebsstrang und das Fahrzeug machen insgesamt einen sehr guten ersten Eindruck. Ich kann es kaum erwarten, die Testarbeit fortzusetzen."

Porsche startet wie alle anderen Formel-E-Teams auch mit einem Einheitschassis, darf den Antriebsstrang aber selbst entwickeln. Neben den Zuffenhausenern steigt mit Mercedes ein weiterer deutscher Autobauer zur sechsten Saison in die erste rein-elektrische Rennserie der Welt ein. Zusammen mit Audi und BMW werden dann vier deutsche Hersteller gegeneinander antreten.

"Wir wissen, dass wir in der Formel E auf sehr starke Konkurrenz treffen werden, die größtenteils mehr Erfahrung hat als wir", sagte Team Manager Amiel Lindesay. "Umso wichtiger ist es für uns, dass wir mit dem Rollout den nächsten Schritt in der Entwicklung gemacht haben. Mit jedem weiteren Test werden wir neue Erkenntnisse sammeln und die Performance des Fahrzeugs optimieren."


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