Formel E

Formel E 2018/19: Envision Virgin Racing mit Audi und Frijns

Virgin Racing nimmt die kommende Formel-E-Saison mit Audi, Robin Frijns, Sam Bird, einem neuen Teamnamen und einem Deutschen als Chef in Angriff.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Neuer Name, neues Auto, neuer Partner, neuer Fahrer: Virgin - jetzt offiziell Envision Virgin Racing - hat es bei seiner Formel-E-Präsentation mächtig krachen lassen. Das Team von Sir Richard Branson stellte neben seinem Generation-2-Rennwagen auch die Fahrer für die 5. Saison der Elektro-Serie vor. Wie von Motorsport-Magazin.com berichtet, kehrt Robin Frijns in die Formel E zurück und wird neuer Teamkollege von Sam Bird.

"Ich bin sehr aufgeregt, mit Envision Virgin Racing in die Formel E zurückzukehren", sagt Audi-Werksfahrer Frijns. "Es ist großartig, einem solch starken Team beizutreten und mit der Arbeit, die wir bereits abgeschlossen haben, ist klar, dass wir ein sehr gutes Paket haben. Wir freuen uns jetzt auf die Testfahrten, bei denen wir unsere Leistung auf der Strecke besser einschätzen können."

Bird geht in der fünften aufeinanderfolgenden Saison für Virgin an den Start. Der Brite gehört zu den Pionieren der Formel E und trat bei bislang allen Rennen an. Bird ist zusammen mit Audi-Pilot Lucas di Grassi der einzige Fahrer in der E-Serie, der in jeder Saison mindestens ein Rennen gewinnen konnte. In der vergangenen Saison kämpfte Bird eine Weile um den Titel und wurde schließlich Gesamtdritter.

In der 5. Saison der Formel E bezieht Virgin seine Autos erstmals von Audi. Der Autobauer aus Ingolstadt folgt auf DS Automobiles, die zu Techeetah wechseln. "Ich freue mich sehr auf Audi", sagt Bird. "Ich bin sicher, dass unser Paket sehr stark ist und ich hoffe, dass wir mit dieser Basis viele Punkte holen können."

Audi-Motorsportchef Dieter Gass war ebenfalls beim Virgin-Launch im Hauptquartier in Silverstone. Sein Wunsch, nachdem Audi erstmals ein anderes Team mit Kundenautos beliefern wird: "Das beste Szenario wäre, am Ende der Saison alle vier Audis vorne zu haben. Der Wettbewerb in der kommenden Saison ist hart, das wird ein großer Kampf." Audi und Virgin werden sich unter der Saison technisch austauschen, um von den Kenntnissen des anderen Teams zu profitieren.

Der zweite wichtige Name neben Audi ist Envision. Der chinesische Gigant für erneuerbare Energien wurde schon früher in diesem Jahr als neuer Hauptanteilseigner vorgestellt und rückt jetzt auch in den Namen des Teams auf. Envision-Gründer Lei Zhang enthüllte den neuen Generation-2-Rennwagen beim Launch in Silverstone höchstpersönlich.

Dabei gab Zhang eine weitere interessante Personalie bekannt: "Das Team wird geleitet von Franz Jung, dem Vizepräsidenten von Envision Smart Mobility und dem Vorstandsvorsitzenden von Envision Virgin Racing. Mit seiner reichen Erfahrung in der Automobilindustrie als ehemaliger Senior Executive deutscher Premiummarken bin ich zuversichtlich für die kommende Saison."

Jung war mehr als 20 Jahre lang für BMW tätig und dabei unter anderem CEO von BMW Kanada sowie später BMW Italien. Anschließend wechselte er zu Porsche und verantwortete dort den chinesischen Markt von 2015 bis 2018, bevor er zu Envision wechselte. Bei Virgin berichtet Renndirektor Sylvain Filippi an Jung.


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