Formel E

Formel E 2018: BMW testet neues Auto - das sagt Bruno Spengler

BMW war erstmals beim Kollektiv-Test der Formel E mit dem Generation-2-Auto am Start. Bruno Spengler berichtet von seinen Erfahrungen in Calafat.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - BMW macht sich bereit für seine erste werksseitige Saison in der Formel E. Die Münchner steigen Ende 2018 ein, wenn auch der neue Generation-2-Rennwagen mit leistungsstärkerer Batterie und komplett neuer Optik sein Debüt gibt. In der vergangenen Woche war BMW beim Kollektiv-Test aller Hersteller in Calafat unterwegs und drehte seine Runden mit dem BMW iFE.18.

Am Steuer des Autos saß Werksfahrer Bruno Spengler. Der etatmäßige DTM-Pilot hatte schon in Marrakesch den offiziellen Rookie-Test in der Formel E für den bayerischen Hersteller bestritten. Nun saß der DTM-Meister von 2012 erstmals im brandneuen GEN2-Auto.

"Der Test mit dem BMW iFE.18 ist sehr positiv verlaufen", sagte Spengler anschließend. "Wir haben viel Zeit auf der Strecke verbracht. Wenn wir auf Schwierigkeiten gestoßen sind, waren diese immer relativ schnell zu beheben."

BMW hatte beim Test im spanischen Calafat einiges aufzuholen. Den allerersten Test mit dem Generation-2-Rennwagen Anfang April in Monteblanco hatte der Autobauer wegen einer unerwarteten Fehlfunktion komplett absagen müssen. Die nächsten Testfahrten stehen im Mai an, um das noch relativ unbekannte Auto mit seinen technischen Raffinessen wie dem Brake-by-Wire-Bremssystem kennenzulernen.

"Sicherlich ist es nicht schön, wenn man Testtage auslassen muss", sagte BMW-Motorsportchef Jens Marquardt letzte Woche in Rom zu Motorsport-Magazin.com. "In diesem frühen Stadium ist das noch eher zu verschmerzen. Schlimmer wäre es ganz hinten heraus, wenn es wirklich ans Optimieren geht. Für alle gilt: Was wir in Calafat sehen, ist noch weit weg von dem, was schlussendlich Ende des Jahres im ersten Rennen an Performance an den Tag gelegt wird.

Wie genau das Testprogramm der Hersteller in Calafat aussah, ist nicht offiziell bekannt. Die Testfahrten finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Nicht zuletzt, weil mit dem neuen Auto einige Anfangsschwierigkeiten erwartet worden sind und so in Monteblanco auch eintraten. Einige Teams konnten in den zwei Tagen nur wenige Kilometer auf der Strecke zurücklegen, weil die Software noch nicht optimiert war. Erst Anfang März wurden die GEN2-Autos an die Hersteller der Formel E ausgeliefert.

BMW führte zuletzt auf dem heimischen Testgelände in Maisach einen Shakedown durch, bei dem Werksfahrer und Andretti-Stammpilot Tom Blomqvist im Cockpit saß. In Spanien war nun Spengler an der Reihe.

Der Franko-Kanadier: "Es geht bei den ersten Tests in einem so neuen Projekt vor allem darum, Erfahrungen zu sammeln, denn schließlich ist vieles neu. Das haben wir getan und den größten Teil unseres Testprogramms abgespult. Für mich als Fahrer ist es etwas ganz Besonderes, hier von Anfang an involviert zu sein. Ein neues Auto mitzuentwickeln, das ist eine einmalige Aufgabe."


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