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Formel 2

Formel 2 Monza: Pourchaire gewinnt, deutsche Fahrer mit Pech

Theo Pourchaire gewinnt das erste Sprintrennen in Monza. David Beckmann wird nach Verbremser durchgereicht und Lirim Zendeli scheidet nach Aufholjagd aus.
von Lukas Wunderlich

Motorsport-Magazin.com - Das erste Formel-2-Sprintrennen in Monza bescherte gleich einmal sieben Ausfälle und einen hohen Frontflügel Verschleiß. Während sich Theo Pourchaire zum Rennsieger krönte, hatten die deutschen Piloten David Beckmann und Lirim Zendeli viel Pech.

Startaufstellung: Das Qualifying am Freitag bescherte Oscar Piastri erneut eine Pole Position, aufgrund des Reverse-Grids startete der Australier allerdings von Position 10. David Beckmann durfte sich bei seinem ersten Wochenende für Campos Racing über die Pole im ersten Sprintrennen freuen. Der Deutsche qualifizierte sich auf P10, direkt vor seinem Landsmann Lirim Zendeli.

Der Start: Jüri Vips schaffte es nach einem guten Start direkt in Kurve 1 vorbei an Beckmann. Dan Ticktum klebte sich direkt an dessen Heck. Der Campos-Pilot verteidigte aber seine Position erfolgreich. Lirim Zendeli erwischte einen guten Start und fand sich in Runde 2 auf P7 wieder.

Zwischenfälle: Dan Ticktum und Felipe Drugovich sorgten in Runde 2 direkt für das erste Safety Car, der Brite ging in Kurve 1 zu weit und wurde vom Drugovich in der Kurve getroffen. Der Carlin-Fahrer musste aufgeben, Drugovich fuhr mit einem kaputten Frontflügel an die Box. Nach einer Kollision in Runde 1 bekam auch Formel-2-Debütant Enzo Fittipaldi eine 5-Sekunden-Zeitstrafe, das hatte allerdings keinen Einfluss auf das Rennen des Brasilianers. Sein Vorderrad zeigte in eine völlig falsche Richtung, und somit war auch sein Rennen beendet. Durgovich war wieder mit neuem Flügel auf der Strecke unterwegs, flog allerdings in der Ascari-Schikane ab, sorgte für ein VSC und war ebenfalls aus dem Rennen.

Rennverlauf: Nach den frühen Unterbrechungen führte Vips das Feld beim Restart an. Hinter ihm folgten Beckmann, Liam Lawson und Theo Pourchaire. Lawson und Pourchaire kamen sich beim Beschleunigen aus Kurve 1 deutlich zu nahe, und Lawson fuhr sich am Heck des Pourchaire-ART den Flügel ab. Lawson musste zum Reparatur-Stopp, Pourchaire hingegen kam davon und begann zu attackieren.

Der Rennverlauf: In Runde 10 verbremste sich Beckmann schwer und musste den Notausgang in Kurve 1 nehmen, dadurch fiel der Deutsche auf den vierten Platz zurück, und mehr Ungemach drohte von hinten. Pourchaire, jetzt auf P2, erhöhte vorne sofort den Druck auf den Führenden Vips und zwang ihn schließlich in Kurve 1 in einen Fehler. Mit stehendem linken Vorderrad verabschiedete sich der Este in den Notausgang, Pourchaire übernahm die Führung.

Zwischenfälle: Im Rennmittelteil geriet Roy Nissany in der Ascari-Schikane in Schwierigkeiten, drehte sich, und sorgte für ein weiteres Safety Car. Beinahe hätte er dabei den Tabellenführenden Oscar Piastri abgeräumt, der nur knapp ausweichen konnte.

Pourchaire blieb von all dem unangetastet. Vips, nach seiner gescheiterten Defensive jetzt mit angeschlagenem Vorderreifen unterwegs, hielt das Feld erst auf, und wurde schließlich durchgereicht. Guanyu Zhou ging vorbei, dann Robert Shwartzman, dann Christian Lundgaard, der von Startplatz 19 aus eine sensationelle Aufholjagd zeigte, und schließlich gingen auch der nach den Boxenstopps mit einem Comeback glänzende Liam Lawson sowie Bent Viscaal vorbei.

Lirim Zendeli hatte anfangs ebenfalls glänzen können und lag nach dem Restart des zweiten Safety Cars auf P5. Beckmann belegte da schon nur noch Rang 6, und fiel langsam immer weiter zurück. Kurz vor Schluss musste Zendeli sein Auto dann abstellen, er war der siebte und letzte Pilot, der sein Rennen vorzeitig beendete.

Finale: Nach 21 Runden ging Theo Purchaire als deutlicher Sieger über die Linie, gefolgt von Guanyu Zhou und Christian Lundgaard. Piastri schaffte P4 vor Lawson, während Shwartzman für ein Verlassen der Strecke beim Start bestraft wurde und so auf P6 zurückfiel. Viscaal und Vips komplettierten die Punkteränge. Lirim Zendeli schied kurz vor Schluss durch einen Defekt aus, David Beckmann landete auf P10 und damit erneut auf der Reverse-Grid-Pole, jetzt für Sprintrennen 2.


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