McLaren Mercedes hat das Projekt "Titelverteidigung" nach dem Türkei-GP endgültig aufgeben. Während WM-Spitzenreiter Jenson Button seinen sechsten Saisonsieg holte, konnte der amtierende Champion Lewis Hamilton zum dritten Mal in Folge nicht punkten. Nun räumte auch McLaren Mercedes-Teamchef Martin Whitmarsh ein, dass Button uneinholbar und der Titel unerreichbar ist. "Jenson ist in einer sehr guten Form und ich bin überzeugt, dass er es verdient. Er hatte viele Jahre, in denen er kämpfen musste und jetzt macht er einfach einen fantastischen Job. Er sitzt in einem konkurrenzfähigen Auto und es sieht so aus als würde er die WM gewinnen", erklärte Whitmarsh.
Bei McLaren Mercedes geht man inzwischen auf Fehlersuche beim MP4-24, um diese kommende Saison nicht zu wiederholen. "Wir müssen sicherstellen, dass wir nächstes Jahr wieder stark sind", betonte der Brite. Whitmarsh macht den harten WM-Fight mit Ferrari 2008 für die momentane Situation verantwortlich. Während Brawn und Red Bull sich schon frühzeitig auf die Änderungen 2009 einstellen konnten, mussten McLaren Mercedes und Ferrari bis zum Ende pushen. "Ich denke, dass die momentane Lage von uns und Ferrari, eine Konsequenz von dem ist, was im vergangenen Jahr passiert ist", meinte Whitmarsh.
"Aber gleichzeitig sind wir ein Rennteam und zu sagen, wir versuchen nicht alles, um Rennen zu gewinnen, ist nicht unser Charakter. Das liegt nicht in unserer DNA", erklärte Whitmarsh. Dennoch kann der McLaren Mercedes-Teamchef nicht vorhersagen, wann seine Piloten wieder auf dem Podium stehen werden. Beim Heim-GP in Silverstone rechnet Whitmarsh erneut mit einem harten Wochenende für sein Team. "Aber wir werden kämpfen und unser Bestes geben", versprach Whitmarsh.



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