In Monaco und Montreal durfte Sebastian Vettel über seine eigenen Erfolge jubeln, am Donnerstagabend freute er sich mit der deutschen Fußballnationalmannschaft. Das hat ihn sogar mehr gefreut als sein 5. Platz im Freien Training am Freitag. "Unsere Mannschaft ist ins Halbfinale eingezogen, das letzte Mal hat sie das 1996 geschafft, danach ist sie auch Europameister geworden", begründete er seine Freude gegenüber motorsport-magazin.com. "Das hat mich sehr positiv gestimmt."
Allerdings war sein Arbeitstag deshalb nicht schlecht. "Es war ein guter Tag, auch wenn wir unter dem Strich nichts gewonnen haben, weil es wie jeden Freitag um nichts gegangen ist." Trotzdem ist er zufrieden. "Es lief besser als ich es heute Morgen erwartet hatte." Er habe sich von Anfang an im Auto wohl gefühlt und das sei ein gutes Zeichen. "In Euphorie werde ich deshalb aber nicht verfallen."
Für das Qualifying peilt er eine Platzierung in der Nähe der Top10 an. "Wir fahren das erste Mal unter Rennbedingungen mit dem neuen Auto auf einer richtigen Rennstrecke, aber es scheint sehr gut zu gehen." Dabei helfen ihm der größere Abtrieb des STR3 im Vergleich zum Vorjahresboliden sowie neue Aerodynamikteile, die in Frankreich erstmals eingesetzt werden. "Es geht weiter voran", sagt Vettel. "Aus deutscher Sicht war der Donnerstag sicherlich erfolgreicher, aber vielleicht können wir den Samstag und Sonntag bei der Formel 1 erfolgreicher gestalten."
Sein erstes Gastspiel im wegen des Umfeldes wenig beliebten Magny Cours gefällt Vettel. "Die Strecke macht mir extrem viel Spaß." Vor allem die schnellen Schikanen mit Richtungswechseln bei knapp 250 km/h haben es ihm angetan. "Da muss man schon mal die Po-Backen zusammenkneifen. Nach jeder Runde habe ich danach ein breites Grinsen auf dem Gesicht."

diese Formel 1 Nachricht