Formel 1

Petrus lässt grüssen - Barcelona, Tag 4

Ein extrem verregneter, letzter Testtag in Barcelona geht zu Ende. Mark Webber nutzt die kurzzeitig trockene Piste und fährt Bestzeit.
von Nico Schweinzer

Motorsport-Magazin.com - Mark Webber war der schnellste Mann des Tages. Er konnte die Gunst der Stunde nutzen und auf Intermediates eine 1:21.953 in den Asphalt brennen, ehe es wieder zu regnen begann. Bei einsetzendem Regen konnte dem Australier die Konkurrenz nichts mehr anhaben. "Auch wenn das Wetter unser Programm heute verkürzt hat, sind diese 4 Tage gut für uns verlaufen", sagte Ian Morgan, Testchef von Red Bull. "Wir konnten einiges an Daten von unterschiedlichsten aerodynamischen Komponenten sammeln und die Resultate waren positiv. Ein paar der Entwicklungen werden ihren Weg beim Grand Prix von Spanien ihren Weg in das Auto finden."

Der starke Regen stahl den Teams wichtige Testzeit. - Foto: Sutton

Den McLaren von Heikki Kovalainen hielt Webber mit über eineinhalb Sekunden Vorsprung hinter sich. Hinter Kovalainen reihte sich ein weiterer prominenter Finne ein. Die Rede ist vom amtierenden Formel 1 Weltmeister Kimi Räikkönen. Mit exakt 3 Hundertstelsekunden landete er hinter seinem Landsmann, gefolgt vom Polen Robert Kubica dem schon über eine Sekunde auf seinen Vordermann fehlten.

Die heftigen Niederschläge bereiteten den Teams ein unversöhnliches Testende. Nach 3 angenehmen Tagen am Circuit de Catalunya wurden der Formel 1 Tross heute von Mutter Natur gestoppt, zumindest hat sie es versucht... Sogar mit Erfolg könnte man meinen, wenn man sich in den frühen Morgenstunden im Fahrerlager umgesehen hat. Zwei Teams haben den Wetterfröschen Glauben geschenkt und sich, durch die starke Regenwahrscheinlichkeit beeinflusst, dazu entschieden, die Testkilometer zu sparen und abzureisen. Die Force India Crew packte ebenso ihre Sachen zusammen, wie die geknickte Toro Rosso Mannschaft, die ihren völlig lädierten STR3 nach hause bringen wollte.

Es war eine Schande, dass wir aufgrund des Regens nicht mehr fahren konnten.
Nelson Piquet Junior

Die Regenfälle erreichten heute teilweise sogar eine Stärke, welche die Offiziellen dazu veranlasst hat, die rote Flagge zu zücken und die Session abzubrechen. Doch nicht nur das Wasser, das vom Himmel kam, sondern auch der ein oder andere Defekt löste eine Unterbrechung aus. Der Bolide von Robert Kubica blieb nach einsetzendem Regen plötzlich stehen und Kazuki Nakajima, der hinter Jenson Button auf Rang 6 fuhr, sorgte kurz vor Testende abermals für eine rote Flagge. Der Motor des Japaners löste sich am Ende des Tages in Rauch auf. Jenson Button war ebenfalls herzlich wenig erfreut über den Tag. "Es ist wirklich Pech, dass mein Tag im Auto heute vom schlechten Wetter verkürzt wurde. Ich war nur in der Lage 42 Runden abzuspulen, hauptsächlich auf Regenreifen. Sinnvolle Daten konnten wir dabei kaum sammeln", so Button. Nakajima hingegen war mit 62 Runden der fleißigste Pilot des Tages, knapp vor Nelson Piquet Junior, der 61 Runden für sich verbuchen konnte. "Unglücklicherweise regnete es am Vormittag sehr stark, sodass wir nicht aus der Garage gekommen sind. Wir haben es dann aber hin gekriegt, am Nachmittag ein paar Runs zu fahren", so Nakajima. "Wir hatten nicht soviel Zeit, wie wir gerne gehabt hätten und die Bedingungen haben sich ständig verändert, aber wir haben gute Arbeit geleistet und ich freue mich auf das nächste Rennen, wo wir hierher zurückkehren werden."

Trotz der verhältnissmäßig hohen Anzahl an Runden, blieb der Brasilianer nur 7. von 8 Piloten. "Es war eine Schande, dass wir aufgrund des Regens nicht mehr fahren konnten. Nachdem Mittagessen setzten die Niederschläge kurz aus doch es dauerte nicht lange und es begann abermals zu regnen", sagte Piquet. "In der letzten Stunde wurde die Piste wieder etwas fahrbarer und wir konnten ziemlich viele Runden fahren. Wir konnten in diesen 4 Tagen viel Arbeit erledigen um in Spanien eine gute Form an den Tag legen zu können."

Die Trockenreifen hat heute wohl niemand gebraucht. - Foto: Sutton

Jarno Trulli und Toyota haben heute schnell das Handtuch geworfen. Mit 18 Runden und der langsamsten Zeit des Tages reihte sich der Italiener in die Tabelle ein. "Wir wussten das Regen vorausgesagt wurde, also erhofften wir uns nicht allzu viel von diesem Tag", sagte Trulli. Als wir dann endlich ein paar Runden mit unserem Regen-Setup gefahren sind, bemerkten wir aber, dass es aufgrund der sich ständig ändernden Bedingungen keinen Sinn macht weiterzufahren."


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