Das Leben ist voller Veränderungen. Ganz besonders im Motorsport. Die Ingenieure denken schon jetzt über die Veränderungen für das kommende Jahr nach. Bei BMW Sauber arbeitet man laut Mario Theissen bereits seit einiger Zeit mit 50% am nächstjährigen Auto und auch Renault hat die Entwicklung des 2007er Boliden eingestellt. Eine Veränderung des Kräfteverhältnisses 2007 ist somit zwischen BMW und Renault nicht zu erwarten. Das Ziel beider ist jedoch eine Veränderung für 2008.
"Wir konzentrieren uns sehr stark auf 2008", bestätigt Pat Symonds. Allerdings könnte die Entwicklung für das nächste Jahr durchaus die eine oder andere Veränderung für die laufende Saison mit sich bringen. "Wenn etwas im Windkanal funktioniert und es auch am aktuellen Auto funktionieren könnte, bringt man es schon jetzt." Bei Renault rechnet man jedoch nicht damit. "Es gibt einige grundlegende Unterschiede zwischen den Autos, also glauben wir nicht, dass wir etwas in den R27 einfließen lassen können."
Dafür sollen Einflüsse auf anderen Gebieten geltend gemacht werden. Symonds ist als Mitglied der Technischen Arbeitsgruppe auch in der "Überholarbeitsgruppe" dabei. Diese soll Überholmanöver in der Formel 1 durch technische Veränderungen vereinfachen. "Es entwickelt sich gut", bilanziert Symonds. Man habe vier Windkanalsitzungen hinter sich und am Donnerstag über die Ergebnisse diskutiert. Die nächsten Schritte bestehen darin, ein Regelgerüst zu entwerfen und dann Simulationstests durchzuführen. Am 12. Oktober werde man dann die Ergebnisse bei einem außerordentlichen Meeting der Technischen Arbeitsgruppe präsentieren. Symonds ist davon überzeugt, dass die Vorschläge "einige der Schwierigkeiten" beseitigen werden, welche die Fahrer momentan bei Überholmanövern haben.
Am Mittwoch traf sich zudem die Sportliche Arbeitsgruppe, in der über ein neues Qualifyingsystem gesprochen wurde. Oder besser: über das Ende der Benzinverbrennung im dritten Qualifyingabschnitt. Dieser soll um eine noch nicht bestimmte Zeit gekürzt werden. Danach dürfen die Autos aber nicht mehr für das Rennen aufgetankt werden. So verursacht jede Qualifyingrunde einen früheren ersten Boxenstopp und damit eine andere Strategie.
"Ich habe noch nicht viel darüber nachgedacht", so Symonds, "aber abgesehen von Monaco werden wir weiterhin auf vielen Strecken zwei Versuche unternehmen." Trotz der dadurch verlorenen Runden im ersten Stint. "Manchmal lohnt sich das nicht, das wird sich von Strecke zu Strecke unterscheiden." Noch muss diese Regeländerung vom FIA World Motor Sport Council abgesegnet werden. Aber mit Regeländerungen haben die Herren ja ihre Erfahrung.



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