Zu einer guten Beziehung gehören eigentlich immer zwei. Doch während Red Bull mit dem Ergebnis des Auftaktrennens weniger zufrieden war, nachdem man einen Ausfall von David Coulthard und einen 13. Platz von Mark Webber zu verzeichnen hatte, ist Motorenpartner Renault mit dem ersten Abschnitt der Beziehung zufrieden. "Das erste Rennen ist insgesamt gut gelaufen und Marks Qualifying-Position war ein guter Startpunkt und das letztendliche Resultat war ermutigend", sagte Fabrice Lom auf der Website von Renault.

Einige Baustellen erkannte der Franzose aber trotz seines guten Fazits. So müsse noch an der Zuverlässigkeit gearbeitet werden. Denn obwohl es beide Motoren ohne Unfälle bis ins Ziel geschafft hätten, so war es doch nicht möglich, ständig mit voller Leistung zu fahren. "Wir hatten ein paar kleinere Dinge, die unsere Pace eingeschränkt haben, was enttäuschend war. Aber die Beziehung mit Red Bull ist noch sehr neu und unsere Arbeitsmethoden laufen noch nicht instinktiv", erklärte Lom. So müsse man sich erst Schritt an Schritt an die ideale Situation herantasten, aber der Verbindungsingenieur zu Red Bull macht auf beiden Seiten Bemühungen aus, das zu schaffen. "Und das ist eine ermutigende Situation."

Wie sehr Lom bereits mit Red Bull verbunden ist, zeigte sein Ausblick auf das kommende Rennwochenende. Denn nach den Tests in der Vorwoche glaubt er fest daran, dass es mit dem Team in Malaysia weiter voran geht. "Ich denke, wir fühlen uns beim Chassis und dem Motor recht zuversichtlich. Der Test in der Vorwoche war sehr produktiv und auch wenn es nur Testen war, hoffen wir einen guten Leistungslevel zu sehen", sagte er. Darauf hofft er vor allem über eine Runde, da sich daraus eine gute Ausgangsposition für das Rennen ergeben soll.

Am Motor soll es seiner Ansicht nach jedenfalls nicht liegen. Die Daten der Testfahrten bezeichnete er als viel versprechend und Sorgen äußerte er keine. "Bislang ist alles gut gelaufen, also müssen wir zusehen, dass es auch so weitergeht", erklärte Lom. Als kleine Einschränkung könnte man noch anmerken, dass laut seiner Auskunft allerdings nur 90 Prozent des geplanten Programms bei den Testfahrten durchgebracht wurden. Damit wären also noch zehn Prozent offen. Dennoch meinte er: "Wir hoffen, alle Probleme von Australien gelöst zu haben und wir freuen uns auf das Rennwochenende." Es sieht also so aus, als ob nach wie vor die Glocken im Beziehungshimmel läuten.