Es wird wieder eifrig getestet in dieser Woche, es wird aber bei einigen auch zum letzten Mal in dieser Saison getestet in dieser Woche. Da kann schon ein bisschen Wehmut aufkommen, obwohl mit diesen Tests auch schon einige Weichen für nächstes Jahr gestellt werden und damit eigentlich kein Kapitel abgeschlossen wird, sondern ein neues aufgeschlagen.

So werden in Silverstone gleich vier neue Gesichter in einem Formel-1-Boliden auftauchen. Lewis Hamilton wird den McLaren besteigen, um aller Welt zu zeigen, dass er nicht nur in einem GP2-Auto flott unterwegs ist. Hinter cirka fünf vorgehaltenen Händen wird sogar, leiser als sonst, geflüstert, dass der Brite noch einen Renneinsatz in dieser Saison bekommen könnte, sollten die Tests gut verlaufen.

Auch die anderen drei Debütanten kommen aus der GP2 und werden in Silverstone für ihre Teams eifrig Runden abspulen. Nelson Piquet Jr., der Hamilton bis zum letzten Rennen der GP2-Saison den Titel streitig gemacht hat, wird sich in den Renault setzen. Adrian Valles und Ernesto Viso sollen im Spyker-MF1 Platz nehmen, der auch auf dem englischen Kurs getestet wird. Viso wird dabei besonders fleißig sein, da, diesmal nur hinter zwei vorgehaltenen Händen, Gerüchte besagen, er könnte in Brasilien den Job als Freitagsfahrer einnehmen. Dafür bräuchte er aber eine Superlizenz, die er in Silverstone einfahren kann, will und wohl auch muss.

Neben neuen Fahrern wird Spyker aber auch ein neues Design präsentieren. Und zwar sollen die Formel-1-Boliden eine neue orangene Lackierung bekommen haben, die aber wahrscheinlich nur bei den Tests verwendet werden darf. Denn die FIA-Regularien dürften es verbieten, dass das völlig neue Design 2006 auch bei einem Rennen Verwendung findet.

Neben Spyker, Renault und McLaren werden auch Williams, Toyota und Super Aguri in Silverstone ihre Testrunden drehen. Bei Toyota kommt dabei Franck Montagny zum Einsatz, über dessen Wechsel zu dem Rennstall ja schon länger offen diskutiert wurde. Hinter eineinhalb vorgehaltenen Händen wird spekuliert, dass Narain Karthikeyan im Williams zum Testen Platz nehmen wird und den neuen Toyota-Motor, der ab nächstem Jahr beim Team zum Einsatz kommt, auf seine Kompatibilität mit dem Auto überprüft. Alex Wurz soll mit dem aktuellen Cosworth-Aggregat unterwegs sein und Tests für die letzten drei Saisonrennen durchführen.

Da in Silverstone demnach recht viel los sein wird werden BMW Sauber und Honda in Jerez ihre Tests absolvieren. Ferrari wird wieder einmal für sich alleine sein und auf dem Hauskurs von Mugello testen.