In Trennungen wird gerne das gewisse kriegerische Element hinein interpretiert. Da denkt sich dann der eine oder andere gerne, dass es ohne Streit ja gar nicht so weit gekommen sein kann. Mark Webber sagt zu seinem Abschied bei Williams nur so viel: "Ich habe meine eigene Entscheidung zusammen mit Flavio getroffen, dass ich im nächsten Jahr etwas anderes versuchen werde. Ich freue mich, dass etwas Neues kommt."

Worüber er sich gerade jetzt in Ungarn noch sehr freut ist Alex Wurz. Der Österreicher wird im nächsten Jahr dann zwar Webber im Williams Cockpit beerben, aber im Moment ist er noch der große Helfer im Team. "Alex ist hier, wir können uns glücklich schätzen, einen dritten Fahrer zu haben", sagt Webber über jenen Mann, der gerade bei schwierigen Bedingungen, wie sie in Ungarn herrschen, wichtige Testarbeit verrichtet. Deswegen sagt der Australier auch noch einmal ganz deutlich: "Es ist sehr gut für uns, einen dritten Fahrer zu haben, weil wir von ihm viele Informationen bekommen."

Sollte das Wetter aber wieder komplett umschlagen, dann wären die Informationen relativ nutzlos. Der Australier weiß aber selbst nicht, wie es werden wird. "Ich muss da ein paar Ungarn fragen wie das Wetter wird. Wir wissen es nicht. Vielleicht wird es regnen. Wir werden am Sonntag sicher irgendein Wetter haben", meinte er. Nach der Hitzewelle, die der Formel 1 in den vergangenen Wochen gefolgt ist, wäre Regen jedenfalls ein ziemliches Kontrastprogramm. Das sieht auch Webber so, der beim Versuch sich an seinen letzten Einsatz mit Regenreifen zu erinnern, nur sagt: "Es ist lange, lange her - Monate."