Sechs Nullrunden in Folge sprechen eine deutliche Sprache: Williams durchfährt gerade ein mächtiges Tief. Um dort herauszukommen, mobilisierte der erfolgreichste Rennstall der 90er Jahre alles: In der Fabrik, in den Windkanälen und auf der Teststrecke in Jerez. Das Ergebnis sind einige neue mechanische und aerodynamische Teile, die teilweise schon am kommenden Wochenende in Hockenheim zum Einsatz kommen sollen.

Die größte Sorgenfalte bereitete dem Team in den letzten Wochen das schwarze Gold: "Wir haben in Jerez eng mit Bridgestone zusammengearbeitet, um die Reifenprobleme aus Frankreich zu beheben", verriet Technikchef Sam Michael. In Magny Cours waren die Temperaturen auf den Innenseiten der hinteren linken Reifenschulter viel zu hoch. "Wir haben gute Fortschritte erzielt und unser Setup dementsprechend geändert, damit uns das nicht noch einmal passieren wird."

Nach diesem "viel versprechenden" Test in Jerez ist auch Nico Rosberg "zuversichtlich", dass er bei seinem Heimrennen ein "gutes Ergebnis" erreichen kann. "Ich mag die Strecke und habe gute Erinnerungen an viele Siege in anderen Kategorien."

Mark Webber mag den Kurs hingegen nicht so sehr. "Die Strecke ist nichts Besonderes und gehört nicht gerade zu den spannendsten Orten, die wir im Laufe einer Saison besuchen", sagt er über den Hockenheimring. Allerdings muss auch er eingestehen, dass der Kurs nach seinem Umbau für einige "interessante Rennen" und viele Überholmanöver gesorgt hat.

Das Ergebnis in Magny Cours habe noch nicht gänzlich zeigen können, dass man den Problemen langsam auf die Schliche komme und man sich immer weiter verbessere. "Das ist natürlich frustrierend, aber hier sollten wir etwas näher an der Spitze dran sein - also werde ich dafür mein Bestes geben."