Der vierte Sieg hat den Ex-Champion aufgeweckt: "Ich brauche wohl nicht besonders zu betonen, dass wir heiß sind", kündigte Michael Schumacher vor seinem Heimrennen in Hockenheim den nächsten Sturm auf Renault an. "Unser Kampfgeist ist geweckt, wir wollen diese Titel haben."
Dagegen sprechen momentan zwei Zahlen: 17 und 21. Die erste Zahl benennt den Rückstand von Michael Schumacher in der Fahrer-WM, die zweite den Abstand zu Renault in der Team-WM. Aus eigener Kraft kann der siebenfache Champion den achten Titelgewinn nicht mehr erreichen - denn bei sieben ausstehenden Rennen reichen Fernando Alonso sieben 2. Ränge bei gleichzeitigen Siegen des Deutschen zur Titelverteidigung.
Dennoch ist Schumacher optimistisch. "In der Formel 1 können sich Dinge so schnell ändern, dass ein vermeintlich sicherer Vorsprung plötzlich verschwunden sein kann. Wir sind alle voll konzentriert auf unser Ziel - Druck machen, Boden gut machen, erneut siegen. Wenn uns das gelingt, können die Dinge schnell ins Rutschen geraten. Vielleicht schaffen wir es ja, die WM wieder offen zu gestalten, und dann wird diese Saison noch einmal richtig interessant werden."
Den ersten Schritt in diese Richtung legte Ferrari in Le Castellet zurück. "Wir sind gut voran gekommen", sagte Schumacher über die Testfahrten. "Wir sollten gut aussehen können in Hockenheim, aber andererseits haben wir zuletzt zu häufig erleben müssen, dass sich die Performance mit Kleinigkeiten komplett verschoben hat. Daher möchte ich abwarten, was eine Einschätzung der Kräfteverhältnisse betrifft. Nur in einem sind wir uns zu hundert Prozent sicher: dass wir alles geben werden, was wir aufbieten können. Wir wollen als Sieger aus Hockenheim abfahren."



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