Jenson Button gab nach dem wieder einmal enttäuschenden Rennen in Montreal zu, dass er keine Ahnung habe, wie lange es noch dauert bis sein Team endlich wieder konkurrenzfähig wird. Sein neunter Platz beim Grand Prix von Kanada sei "hart und enttäuschend" gewesen und er hätte auch kaum noch Hoffnung, dass sich die Situation bald bessern werde. "Ich weiß nicht, wie lange es noch dauert," sagte er gegenüber Autosport. "Wir müssen einfach das Beste aus dem machen, was wir haben. Ich weiß nicht, ob wir (in Indianapolis) wieder die gleiche Situation haben werden."
Nach den Wintertests war der 26-jährige mit großen Hoffnungen in die Saison gestartet und wollte endlich auch seinen ersten Rennsieg in der Formel 1 feiern können. Davon scheint er jedoch spätestens seit den letzten drei punktelosen Rennen weiter entfernt zu sein denn je. Aufgeben gilt aber trotzdem nicht. "Ich will, dass es besser wird," betont Button. "Was nützt es, nicht motiviert zu sein. Man muss bei allem was man tut, eine Motivation haben, egal wie schlecht die Dinge auch laufen."
Das Team werde jetzt untersuchen, woran die schlechte Leistung in Kanada lag und das Problem hoffentlich bis zum nächsten Wochenende lösen. "Worte werden uns nicht schneller machen, aber Rubens und ich geben alles und das wird es ändern - es muss." An der Aerodynamik würde es nicht liegen, es sei ein anderes Problem, das man noch identifizieren müsse meinte Button und auch Honda-Chef Nick Fry sieht keinen Grund zur Depression. "Jenson ist wie wir alle. Es hat keinen Zweck, deprimiert zu sein. Es geht darum weiterzumachen, zu analysieren, wo das Problem liegt und etwas dagegen zu unternehmen." Schließlich seien alle Profis und würden ihren Job machen. "Es ist hart, aber das ist es, wofür wir bezahlt werden und wir müssen damit zurecht kommen."

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