Drei verschiedene Teams auf den ersten drei Plätzen, dieses Resultat hatte in Silverstone kaum jemand erwartet. Denn obwohl McLaren in Monaco zu den beiden Top-Teams aufschließen konnte, rechneten nur die wenigsten damit, dass die Silbernen auch auf der aerodynamisch anspruchsvollen Strecke in Northamptonshire vorne dabei sein würden.

"Das positive an diesem Wochenende ist, dass wir einen Fortschritt bei der Konkurrenzfähigkeit gemacht haben", lautete demnach die Schlussfolgerung von Ron Dennis. "Kimi stand nach dem Qualifying auf dem 2. Platz - das war für uns aber noch nicht einmal unerwartet."

Man hätte sich bei den Tests "verbessert" und plane diese Verbesserungen in der kommenden Woche in Le Castellet weiter auszubauen. "Dann möchten wir in Kanada noch besser sein. Das Wichtige nach einem F1-Rennen ist, immer wieder realistische Schritte zu machen. Wir haben heute Fisichella geschlagen, der ein ähnliches Auto wie Alonso fährt." Demnach blitzt in Rons Augen bereits wieder die Lust auf mehr: "Wir können in diesem Jahr noch Rennen gewinnen und darauf konzentrieren wir uns."

Bei Ferrari betrieb Ross Brawn derweil Schadensbegrenzung. "Wir hatten eine gute Strategie und das Team hat gut gearbeitet", fasste der Chefstratege zusammen. "In Summe konnten wir den Schaden begrenzen." Die nächsten beiden Rennen auf Hochgeschwindigkeitskursen kämen Ferrari nun ohnehin "besser" entgegen. "Wir haben gute Motoren und ein gutes Paket. Für Magny Cours planen wir zudem ein weiteres Upgrade."

Dieses hat Renault momentan gar nicht nötig. "Wir haben das Rennen von Anfang an dominiert", freute sich Flavio Briatore. "Das war toll." Neben Alonso habe auch Fisichella gute Arbeit geleistet. Die schlechtere Startposition sei "zum Teil" auch auf die Kappe des Teams gegangen. "Prinzipiell bin ich sehr zufrieden." Gerade der Sieg beim 200. Grand Prix von Renault freute Briatore sehr. "Im Moment gewinnen wir immer und dabei sind wir auch heute gar nicht einmal so schnell gefahren, wie wir gekonnt hätten."