So viel Einigkeit gibt es selten hinter den elektronischen Drehkreuzen des Formel 1-Zirkus - fast durch die Bank werden für das morgige Qualifying in den engen Betonschläuchen des Fürstentums ein "Chaos" und auch eine "Lotterie" erwartet. Einer jedoch scheint die Ruhe in Person zu sein - Renault-Chefingenieur Pat Symonds.

Zwar räumt er gegenüber Autosport ein, dass die Qualifying-Stunde "straff" werden würde - dennoch ist er fest davon überzeugt, dass seine Piloten trotzdem ein gutes Ergebnis, gute Startplätze erzielen werden - Lotterie hin, Lotterie her. Eine Strategie im herkömmlichen Sinne gibt es aber nicht: "Um ehrlich zu sein - da ist nicht genügend Raum für irgendwelche taktischen Manöver - das ist nicht wie im alten, vor 2003 praktizierten Qualifying, als man eine Stunde Zeit hatte für seine Läufe."

Symonds fügt hinzu: "Wir haben nur 15 Minuten - was die Zeit, in der man mit neuen Reifen auf die Strecke fahren kann, stark limitiert. Und es wird auch immer Umstände geben, die außerhalb deiner Kontrolle liegen. Die Teams werden versuchen, ihre Autos zur rechten Zeit auf die Strecke zu schicken - aber es wird dann an den Fahrern liegen, den nötigen Raum für eine freie Runde zu finden. Das wird keine leichte Aufgabe."

Als stärksten Gegner betrachtet Symonds McLaren-Mercedes: "Wir wissen, dass uns McLaren herausfordern wird, vielleicht auch Ferrari. Aber wir sind zuversichtlich, dass wir uns gute Startpositionen sichern und ein starkes Rennen fahren können." Abschreiben möchte er die Scuderia - welche am Donnerstag noch an einem Gripmangel laborierte - nicht: "Zu den eindeutigen Faktoren zählt in Monaco, wie stark sich die Strecke im Laufe des Wochenendes verändert. Der erste Trainingstag indizierte, dass Michelin die eher passenden Reifen brachte und dass daher McLaren unser stärkster Konkurrent sein würde."

Doch dann fügt Pat Symonds hinzu: "Aber das ist Monaco - es gibt keine Garantien dafür, dass dies auch am Samstag noch der Fall sein wird."