Die Visitenkarte von Honda-Motorenmann Shuhei Nakamoto lässt nicht viel Platz für Kontaktdaten - allein die Titel des Japaners nehmen viel Raum ein. Dort steht geschrieben: Shuhei Nakamoto - Management Board Member - Honda Racing F1 Team, Engineering Director - Honda Racing Development.

Die Aussagen des Japaners fallen hingegen schon gerne einmal kurz und bündig aus - manchmal steckt aber wirklich etwas dahinter: "Das war ein normaler Freitag für uns", sagte er nach dem Freien Training. "Jedenfalls wenn man Monaco normal nennen kann!"

Wie besonders Monaco ist, bekam Anthony Davidson an der eigenen Vorderradaufhängung zu spüren. Kaum hatte der Brite im dritten RA106 die Bestzeit markiert, krachte er schon in die Mauer. "Anthony war auf Short und Long Runs schnell", zog Sportdirektor Gil de Ferran dennoch ein positives Fazit. "Besonders wenn man bedenkt, wie früh in der Session er seine schnellste Runde gefahren ist."

Die beiden Stammfahrer vermissten an ihren Autos trotzdem etwas: Den Speed. "Das war ein harter Tag und die Rundenzeiten waren einfach nicht da", bilanzierte Jenson Button, dem am Ende zumindest eine Setup-Änderung leichte Verbesserungen brachte. "Wir müssen aber noch an unserer Wettbewerbsfähigkeit für das Qualifying arbeiten."

Rubens Barrichello sieht das ähnlich: "Unser Auto ist nicht schnell genug - mir fehlt viel Traktion und wir müssen unsere Rennpace verbessern." Allerdings ist der Brasilianer zuversichtlich, dass der RA106 "schneller" werden könne.