Ein Punkt - Wie zufrieden sind Sie damit?
Mario Theissen: Wir haben wieder einen Punkt geholt. Wenn man mich am Freitagmorgen gefragt hätte, dann wäre mir ein Punkt zu wenig gewesen. Aber so wie das Wochenende verlaufen ist, müssen wir damit zufrieden sein. Wir haben schon am Freitag gesehen, dass wir zu langsam sind. Jacques hatte immerhin ein gutes Qualifying und konnte sich im Rennen aus eigener Kraft in den Punkten halten. Leider sind bei den Boxenstopps einige Autos an ihm vorbeigerutscht. Ansonsten hätte er ein noch besseres Ergebnis einfahren können. Nick hat beim Start einige Positionen gutgemacht und geriet danach unter Druck von hinten. Er war das gesamte Rennen nicht zufrieden und nicht schnell genug. Unter diesen Umständen einen Punkt zu holen ist in Ordnung.
Mussten Sie hier am Ende wieder Motorleistung zurücknehmen?
Mario Theissen: Am Ende waren wir langsamer unterwegs. Das lag zum einen an Überrundungen und zum anderen daran, dass kein Druck mehr bestand. Also fuhren die Fahrer bequem nach hause. Bei der Technik gab es keine Probleme.
Haben Sie noch einen Kommentar zu der Entscheidung von gestern und der Strafe für Jacques?
Mario Theissen: Nein, ich habe nicht gesehen, was da abgelaufen ist. Die Stewards haben sich viel Zeit genommen alles zu analysieren. Aber zum Urteil kann ich nichts sagen.
Was können Sie jetzt bis Barcelona machen?
Mario Theissen: Wir können keine große Weiterentwicklung betreiben. Das Material geht quasi direkt nach Barcelona. In fünf Tagen ist das erste Training schon vorbei. Wir hatten hier weitestgehend Setup-Probleme. In Barcelona brauchen wir natürlich eine andere Abstimmung. Hoffentlich sind wir dann in der Lage ein schnelles Auto hinzustellen.
Bridgestone schien hier leicht überlegen zu sein. Könnte das in Barcelona auch so sein?
Mario Theissen: Wir haben keine großen Unterschiede zwischen den beiden Reifenfabrikaten gesehen. An der Spitze gab es einen Zweikampf mit unterschiedlichen Reifen. Und auch im Rest des Feldes haben die Reifen das Rennen nicht entschieden.
Liegt der Circuit de Catalunya Ihrem Auto?
Mario Theissen: Fragen Sie mich das am besten nächsten Sonntagabend noch einmal. In Barcelona drehen die Teams die meisten Testrunden. Es sollten also genug Daten vorhanden sein. Trotzdem haben wir bislang in jedem Jahr Überraschungen erlebt. Die Streckenbedingungen verändern sich dort praktisch stündlich und jeder muss dann von vorne anfangen.

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