"Ein tolles Rennen, eine tolle Strategie und eine tolle Leistung des Teams" brachten Michael Schumacher den zweiten Sieg in Folge ein - und das auch noch vor zigtausend seiner Fans am Nürburgring.
Trotzdem: Ganz so einfach war der zweite Saisonsieg nicht zu holen. "Das war schon ein hartes Stück Arbeit", gab Schumacher zu bedenken. "Es war ein sehr hochwertiges Rennen. Wir waren beide am Limit und mussten uns das Rennen einteilen."
Am Ende war der Ferrari mit der Startnummer 5 aber doch einen Tick besser als der Renault mit dem Weltmeister am Lenkrad. "Die drei Runden nach Alonsos 2. Stopp waren die schönsten für mich", sagte Schumacher. "Nachdem ich schon beim ersten Stopp versuchte hatte Zeit herauszuholen, ist mir in Kurve 6 ein kleines Missgeschick unterlaufen. Da habe ich eine halbe Sekunde verloren. Als ich später alleine fuhr, konnte ich eine halbe Sekunde schneller fahren. Zudem kam mir zugute, dass er keine neuen Reifen mehr hatte. Deshalb kam ich mit einem großen Vorsprung aus der Box zurück."
Zu diesem Zeitpunkt setzte auch die erste "große Freude" beim Ex-Champion ein. "Danach war es ein ruhiges nach hause fahren des Rennens." Denn eins steht für Schumacher fest: "Wir waren das ganze Rennen schneller und haben im Moment ein besseres Paket." Ob das für alle Strecken gilt, müsse man jedoch abwarten.
Einen entscheidenden Faktor gab es bei seinem zweiten Saisonerfolg nicht. "Wir haben im Verhältnis in letzter Zeit besser entwickelt. Es waren Kleinigkeiten, die heute den Ausschlag für den Sieg gegeben haben."
Solche Kleinigkeiten könnten auch am nächsten Sonntag das Heimrennen von Fernando Alonso in Barcelona entscheiden. Die Tatsache, dass Schumacher dann mit einem neuen und Alonso mit einem gebrauchten Motor antreten wird, ist für den siebenfachen Weltmeister aber keine solche Kleinigkeit.
"Die Motoren sind für zwei Rennen konzipiert und in beiden Rennen gleichwertig einsetzbar", betonte er. "Es gibt also im ersten Rennen weder irgendwelche Vorteile noch irgendwelche Nachteile. Es gibt eine bestimmte Drehzahl und die kann man in beiden Rennen einsetzen."
Nach dem Tief von Malaysia und Australien hat sich Ferrari in den letzten beiden Rennen eindrucksvoll "zurückgemeldet". Schumacher hatte "nie einen Zweifel" daran, dass man "um die WM kämpfen" könne. "Leider Gottes konnten wir heute nur zwei Punkte aufholen."
"Ich würde mich freuen, wenn da noch jemand hineinfahren würde", sagte er über das Duell zwischen ihm und Alonso. "Am meisten Unterstützung kann ich von meinem Teamkollegen erwarten. Ich hoffe, dass er noch etwas zulegen kann. Hoffentlich kann er dann Fernando wichtig Punkte wegnehmen - aber bitte nicht mir..."



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