Fernando Alonso wirkt dieses Jahr wie eine Fleisch gewordene Coolness. Natürlich hilft ihm jetzt das dicke Punktepolster, das er aus den drei Überseerennen der Saison nach Imola mitgebracht hat. Deswegen lässt ihn die angeblich neue Stärke von Ferrari völlig kalt.
"Sicher haben sie das Auto verbessert", sagt der Spanier über Ferrari. "Aber wir müssen zuerst sehen, was das bringt. Wir haben ein starkes Paket und keine mechanische Probleme. Damit sammeln wir regelmäßig Punkte." Die Eichhörnchen-Taktik, so der Spanier, soll also auch diese Saison wieder den Titel bringen. "Kann sein, dass wir hier nur als Zweiter oder Dritter ins Ziel kommen", sagt Alonso. "Aber was hilft das der Konkurrenz, wenn wir dann wieder das nächste Rennen gewinnen? Mit diesem Punktevorsprung ist es schon jetzt sehr schwer für sie."
Alonso gibt zu, dass das Auto in Imola praktisch dasselbe ist, das er auch in Melbourne hatte. "Da ist eigentlich nichts Neues dran, aber wir sind auch so konkurrenzfähig", sagt er. "Ich denke, dass wir auch hier die Messlatte sein werden."
Der Spanier ist zuversichtlich, dass sich sein letztjähriger Kampf mit Schumacher in dieser Form nicht wiederholen wird. "Das lag daran, dass Bridgestone letztes Jahr sehr gute Reifen für Ferrari hatte, während wie mit den Michelin Probleme hatten", sagt er. "Diesmal hoffe ich, dass wir mit den Reifen einen Schritt weiter sind."
Alonso macht sich auch lustig über die Gerüchte, die seine Gegner plagen. "Wir haben jede Woche eine neue Geschichte über Michael oder Kimi", sagt er. "Ich wollte, dass mich so etwas nicht in den ersten Rennen der Saison stört. Es ist ein Vorteil, dass ich jetzt nicht die unendlichen Fragen zu den Gerüchten beantworten muss. Es kann aber auch sein, dass ich, wenn ich mal einen schlechten Moment habe, nicht viel Hilfe von Renault erwarten kann, weil schon fest steht, dass ich gehe."
Besonders das Gerücht, dass Schumacher zu Renault wechselt, habe er lustig gefunden, meint Alonso. "Weil ich das Team kenne, die Chefs und Flavio, ist es klar, dass es unmöglich ist", sagt er. "Und für das Geld würde er eh nicht kommen."

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