In einer Pressekonferenz gestern gab sich Fernando Alonso äußerst gelassen was das erste Rennen der diesjährigen Saison betrifft. "Bisher bin ich vor dem ersten Rennen immer mit den Gedanken angekommen, dass ich um das Rennen werde kämpfen müssen, oder auf dem Podium zu stehen, oder das Rennen zu gewinnen," erklärte der 24-jährige. "Jetzt habe ich viel mehr Selbstvertrauen und freue mich viel mehr auf das Ende der Meisterschaft, wieder Weltmeister zu sein."
Der Spanier hat letzte Saison sieben Rennen gewonnen und stand bei acht weiteren Rennen auf dem Podium. All das zählt für den jüngsten Weltmeister aller Zeiten aber nicht mehr. "Es ist egal, wie oft man gewinnt, das einzige das zählt ist, am Ende Champion zu sein. Das ist eine völlig andere Herangehensweise."
Letztes Jahr stand Alonso beim Grand Prix von Bahrain ganz oben auf dem Podium, gewann vier der ersten sieben Rennen und versuchte immer, möglichst viele Punkt nach Hause zu bringen. Beim drittletzten Rennen in Brasilien genügte dann auch ein dritter Platz um die Fahrer-WM und für Renault die Konstrukteurs-WM zu gewinnen.
In seinem Abschiedsjahr bei Renault will er wieder alles daransetzen, den letztjährigen Erfolg zu wiederholen bevor er 2007 zum Konkurrenten McLaren-Mercedes wechselt. Für das erste Rennen fühlt er sich jedenfalls gut gerüstet. "Wir sind bereit, das neue Auto ist konkurrenzfähig und stark genug im Rennen schnell zu sein," erklärte er. "Ich betrachte 2006 als das Jahr, in dem ich meinen Titel verteidigen und wieder gewinnen will. Es ist das letzte Jahr bei Renault und ich muss für sie gewinnen und für mich selbst und ich werde mein Bestes geben."
Außerdem sei der ganz große Druck durch den WM-Titel von ihm gewichen und auch, dass seine Zukunft bereits gesichert ist, sei eine große Erleichterung. "Ich sehe das jetzt alles viel gelassener und kann mich viel mehr auf das Gewinnen konzentrieren und muss nicht darüber nachdenken, bei welchem Team ich nächstes Jahr fahren werde."

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