Böse Zungen könnten behaupten: Obwohl Max Mosley in den letzten Wochen alles Menschenmögliche unternommen hat, um die Hersteller zu verärgern, scheint eine Einigung zwischen Bernie Ecclestone und der Herstellervereinigung GPMA kurz bevor zu stehen.

Vor einer Woche hatte ein GPMA-Sprecher noch gegenüber motorsport-magazin.com ausgeschlossen, dass man bis zum Saisonstart in Bahrain eine endgültige Lösung des Streits finden würde. Doch laut Bernie Ecclestone könnte dieser Fall tatsächlich eintreten.

"Ich wäre überrascht, wenn alle Problemfelder nicht bis zum Rennen in Bahrain beseitigt wären", erklärte Bernie im Daily Express. "Was wir auf der technischen Seite beschließen können, hängt davon ab wie viel Geld sie sparen möchten. Aber sie können sehr viel sparen ohne die technische Ausnahmestellung der F1 zu gefährden. Sie wird weiterhin die Königsklasse des Motorsports bleiben."

Allerdings plädiert Ecclestone dafür den Kampf der Budgets einzustellen. "Das wird den Sport und die Unternehmen ruinieren", prophezeit er. "Es macht keinen Sinn, wenn die Kosten für einen Sieg dessen Wert übertreffen."

Neben der Kostenersparnis stellte Bernie auch die erhöhten Einnahmen durch einen neuen kommerziellen Deal in den Vordergrund. Dieser soll laut unseren Quellen 60% der Einnahmen an die Teams ausschütten.

Allerdings wird sich die GPMA nicht mit ein paar Millionen mehr zufrieden geben. Auf der Agenda steht auch ein größeres Mitspracherecht bei wichtigen Entscheidungen oder bei der Höhe der Lizenzgebühren für Rennstreckenbetreiber.

Angeblich soll Ecclestone den Herstellern genau das in Form von zwei Posten im FOA-Vorstand angeboten haben. Dieser Vorschlag war bereits im Jahr 2003 Bestandteil der gegenseitigen Absichtserklärung beider Seiten gewesen. Nach einigen Monaten des Friedens zerbrach dieses Abkommen.