In den wenigen Tagen zwischen Malaysia und Singapur hatte die Formel-1-Technikabteilung des Automobil-Weltverbandes FIA keine Pause. Nach dem Chaos auf der Einführungsrunde beim letzten Rennen wurde in den vier Tagen danach eine genauere Untersuchung durchgeführt. Viel technisch Neues gibt es nicht zu vermelden - dafür einen Termin für das nächste Software-Update.
Bestätigt hat die Untersuchung, dass es einen Software-Fehler gab. Bei sehr niedriger Drehzahl konnte das auf Streckenteilen, auf denen eine Reduktion der Elektro-Leistung um 250 kW angewandt wurde, zu einem Leistungsverlust über Gebühr führen, der in diesen Sektoren nicht mehr wieder aufgewogen werden konnte.
Formel-1-Software erhält in Austin nächstes Update
Genau das passierte in Malaysia, wodurch mindestens sechs Autos auf der Formationsrunde ohne Leistung herumrollten. Details zur Ursache dieses Software-Fehlers spart die FIA in der offiziellen Stellungnahme aus. Das eilig zwischen dem ersten und zweiten Startversuch in Malaysia zusammengezimmerte Software-Update bleibt in dieser Version jetzt erst einmal im Auto und wird in Singapur im Falle von Regen erneut genutzt werden.
Für ein größeres Update des Regen-Modus braucht es jedoch zwei weitere Wochen. Erst am übernächsten Wochenende beim USA-GP in Austin wird das nächste Software-Update ausgerollt werden. Diesbezüglich arbeitete die Untersuchung auch Vorschläge für robustere Test-Prozesse aus, die zusammen mit den Herstellern und dem Zulieferer des Einheits-Steuergeräts ausgearbeitet werden sollen.
FIA verteidigt: Regen-Modus der Formel 1 wurde getestet
An dieser Stelle ist es der FIA wichtig festzuhalten, dass die ursprüngliche Version der Software sehr wohl getestet wurde. Teams und Hersteller hatten sie durch den Simulator laufen lassen, und in den Trainings von Spa und Zandvoort wurde dieses Software-Paket auch in der Realität noch einmal gecheckt. Dass es in Malaysia schiefging, war letztendlich ein Zusammenspiel von ungewöhnlichen, schwer zu testenden Faktoren.
Mit der Stellungnahme lieferte die FIA schließlich noch Details dazu, wie lange der Bugfixing-Prozess am letzten Sonntag dauerte. Nachdem um 15:45 Uhr der Rennstart abgebrochen wurde, dauerte es fünf Minuten, ehe die FIA-Ingenieure das Problem identifizierten und ein Software-Update erarbeiteten.
Nach 18 Minuten lieferte die FIA dann den Teams weitere technische Klarstellungen für die Anwendung, Installation und für den Einsatz. Nach 35 Minuten war der Update-Prozess abgeschlossen und alle waren startbereit, woraufhin bei der 37-Minuten-Marke der Start neu angesetzt wurde, mit dem vom Reglement vorgeschriebenen 10-Minuten-Vorlauf.



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