Es war ein ungewöhnliches Wochenende für die Formel 1 in Baku. Ein aufgrund eines Feiertages in Aserbaidschan verschobener Zeitplan führte zu einem Rennen schon am Samstag - und das stellte sich als gar nicht gut für die TV-Zahlen im deutschsprachigen Raum heraus. Sky und ServusTV stellen Negativrekorde auf.

Bei der Kalenderplanung war der Aserbaidschan-GP für 2026 unglücklich für die Formel 1 gefallen. Der 27. September ist ein nationaler Gedenktag für die Opfer des Krieges um Bergkarabach. Um den Gastgebern entgegenzukommen, verlegte die Formel 1 also kurzerhand das ganze Wochenende um einen Tag nach vorn. Trainings am Donnerstag, Qualifying am Freitag, Rennen am Samstag.

Aber sickerte das bis zu allen durch, die nicht zum harten Kern der F1-Fangemeinde zählen, sondern nur einfach gerne bei Gelegenheit (sonntags) Formel-1-Rennen schauen? Die TV-Quoten in Deutschland und Österreich zeichnen diesbezüglich ein ziemlich desolates Bild. Nur 320.000 schalteten per DWDL in Deutschland Sky ein. Nur 326.000 waren laut AGTT in Österreich auf ServusTV dabei.

So schlecht war Baku 2026 im TV-Vergleich

Für ein Rennen, das eigentlich mit einer Startzeit von 13:00 Uhr in einem für den europäischen Zuseher guten Zeitfenster stattfand, sind das keine guten Zahlen. In Österreich waren 2026 nur die frühmorgens stattfindenden Rennen in Australien und Japan schlechter gewesen, in Deutschland nur der Japan-GP. In Australien schauten trotz Start um 05:00 Uhr mehr Deutsche Formel 1 als in Baku um 13:00 Uhr.

Auch sonst werden die Baku-Zahlen in keinem Vergleich besser. In Österreich lag Baku um 203.000 Zuseher unter dem Jahresschnitt, ein Verlust von 38 Prozent. In Deutschland waren es sogar 242.000 weniger, das entspricht einem Verlust von 43 Prozent. Wenn man die frühen Asien-GPs entfernt und nur die Nachmittags- und Abendrennen als Basis für den Jahres-Schnitt hernimmt, sieht es noch schlimmer aus. 243.000 gehen in Österreich verloren, 283.000 in Deutschland.

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Dass es nicht an Baku liegt, zeigen die Zahlen der vergangenen Jahre. In Österreich bewegte sich das je nach Jahr entweder auf ORF1 oder ServusTV laufende Rennen im Bereich knapp unter 500.000, in Deutschland bei 600.000. Eben gängige Zahlen für Formel-1-Rennen, die in Europa am frühen Sonntagnachmittag stattfinden.

Dass die Formel 1 an einem regulären Nachmittags-Rennen in Deutschland und Österreich zusammen also nur auf 646.000 Zuseher kommt, ist ein quotentechnischer Tiefpunkt für die Königsklasse im deutschen Sprachraum. Immerhin - das Samstagsrennen war wie eingangs erklärt eine Ausnahme. 2027 wird wieder am Sonntag gefahren.