Nachdem das Race of Champions im Vorjahr als Prolog eine Woche vor dem Formel-1-Saisonstart in Sydney über die Bühne ging, kehrt das traditionsreiche Spaß-Event nach einem Jahr Unterbrechung 2027 wieder zurück. Dem Kontinent bleibt man diesmal treu, auch wenn die Reisewege für die europäischen Fahrer noch weiter werden.
Wie in der Nacht von Montag auf Dienstag bekanntgegeben wurde, geht das nächste Race of Champions am 9. und 10. Januar 2027 in Neuseeland über die Bühne. Genauer gesagt im Wellington Regional Stadium in der neuseeländischen Hauptstadt. Das Stadion, in dem 34.500 Zuschauer Platz finden, wird normalerweise in erster Linie für Rugby-Matches genutzt. Nun wird es zu einer Rennstrecke umfunktioniert.
So lief das letzte Race of Champions 2025 in Sydney:
Race of Champions steigt im Rugby-Stadion
Im Infield soll dafür eine eigene temporäre Asphaltbahn errichtet werden. Wie üblich stehen im Programm der Nations Cup und das Einzelevent, in dem der Champion of Champions gekürt wird. Einen genauen Zeitplan gaben die Veranstalter noch nicht bekannt, genauso wenig wie die Streckenführung. Tickets werden in der kommenden Woche in den Vorverkauf gehen, zu Preisen ab umgerechnet 37 Euro für das gesamte Wochenende.
"Wir sind begeistert, das Race of Champions erstmals nach Wellington und nach Neuseeland zu bringen. Das ist einer der schönsten Orte der Welt, hier herrscht eine große Begeisterung für den Motorsport und es gibt so viele talentierte Fahrer. Es wird faszinierend sein zu sehen, wie die neuseeländischen Stars vor heimischem Publikum gegen einige der internationalen Superstars aus der Formel 1, der Rallye-Weltmeisterschaft und anderen Serien antreten", wurde ROC-Präsident Fredrik Johnsson zitiert.
Finanziert wird das Event von der neuseeländischen Regierung in Form des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation und Beschäftigung. Das Land erhofft sich, dass man dadurch internationale Besucher anziehen kann. Im Januar ist in Neuseeland Sommer und damit die nationale Motorsport-Saison in vollem Gange. International eine gewisse Bedeutung kommt dabei allerdings nur der Ozeanien-Trophäe der Formula Regional zu. Ansonsten sind die lokale Rennsport-Szene und die entsprechenden Strecken kaum über den Kontinent hinaus bekannt.
Gleichzeitig hat das 5-Millionen-Einwohner-Land aber zahlreiche Motorsport-Stars hervorgebracht. Allen voran natürlich F1-Fahrer Liam Lawson, den sechsfachen IndyCar-Champion Scott Dixon, den dreifachen Le-Mans-Sieger Brendon Hartley oder auch NASCAR-Pilot Shane Van Gisbergen. Historisch bedeutsam ist auch Denny Hulme, seines Zeichens Formel-1-Weltmeister 1967 und damit der einzige Neuseeländer, der in der Königsklasse den Titel errang.
Race of Champions: Sebastian Vettel wieder mit dabei
Die ersten vier Fahrer für das Event wurden bereits bekanntgegeben. Allen voran wird Sebastian Vettel wieder beim Race of Champions an den Start gehen. Der vierfache Formel-1-Weltmeister gehört zu den Stammgästen bei der Veranstaltung. Seit 2007 hat er nur zwei Austragungen verpasst und ist dabei mit acht Siegen (7x Team, 1x Einzel) der erfolgreichste Fahrer des Events.
Vettel selbst outete sich bei der Bekanntgabe der Veranstaltung als großer Fan des ozeanischen Inselstaats. "Vor dem ROC in Sydney habe ich einen ersten kurzen Abstecher nach Neuseeland gemacht und war von der Schönheit des Landes völlig überwältigt. Deshalb habe ich den Organisatoren scherzhaft gesagt: ‚Könnt ihr das nächste ROC bitte nach Neuseeland verlegen?‘ Ich freue mich schon sehr darauf, im Januar beim Race of Champions in Wellington gegen so viele andere Champions aus aller Welt anzutreten und dabei die Gelegenheit zu haben, noch mehr von Neuseeland zu entdecken."
Neben Vettel wurde auch schon verkündet, dass Valtteri Bottas erneut am Start stehen wird. Gleichzeitig wurde auch schon ein Lokalmatador bestätigt. Hyundai-Pilot Hayden Paddon wird am Start stehen, genauso wie der australische Supercars-Champion Chaz Mostert. Bei allen bisher Genannten handelt es sich um alte Bekannte des Race of Champions.
In den nächsten Wochen und Monaten wird noch bekanntgegeben werden, wer diese Fahrer ergänzen wird. Logisch wäre etwa, dass Mick Schumacher erneut mit Vettel das Team Deutschland bildet. Der IndyCar-Pilot war schon seit 2019 jeweils im Duo mit dem einstigen Red-Bull-Champion im Einsatz.



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