Leo Rammerstorfer konnte den Aufwärtstrend aus Aragon leider nicht mit nach Misano nehmen. Dort schrammte er mit Platz 17 knapp an den Punkten vorbei und zeigte über das gesamte Wochenende eine gute Pace. In Misano folgte am Sonntag große Ernüchterung. Schon in Runde eins war das Moto3-Rennen für ihn beendet. Nach einer Kollision mit Nicola Carraro ging Rammerstorfer in Kurve 13 zu Boden. Die Stewards sahen ihn zudem als den Schuldigen für den Crash und belegten ihn mit einer Long-Lap-Penalty für seinen Heim-Grand-Prix am kommenden Wochenende am Red Bull Ring.

Leo Rammerstorfer mischt FP1 auf, aber bricht im Qualifying ein

Beim ersten Freien Training in Misano waren die Hoffnungen noch riesig. Leo Rammerstorfer fuhr sensationell auf Platz zwei hinter Joel Kelso- die nasse Strecke nach nächtlichen Regenfällen kam Rammerstorfer hier aber auch entgegen. Im Nachmittagstraining trocknete der Asphalt vollständig ab und es herrschten ganz andere Bedingungen. Leo Rammerstorfer fiel wieder in gewohnte Muster zurück. Mit Platz 22 verpasste er Q2 deutlich und startete letztendlich von Position 20 ins Rennen. Er war also zu einem guten Start gezwungen. Das Moto3-Qualifying bleibt weiterhin sein großes Problem. Ein Startplatz in den vorderen Reihen minimiert zudem die Gefahr in Stürze verwickelt zu sein. In genau solch einem war der Oberösterreicher am Ende der Leidtragende.

Leo Rammerstorfer auf seiner Honda in Misano bei der Moto3.
Leo Rammerstorfer kämpfte im Rennen mit Nicola Carraro, Foto: IMAGO / PsnewZ

Nach Rennsturz: Leo Rammerstorfer regt sich über Carraro auf

Nach dem Rennstart fiel Rammerstorfer im weiteren Verlauf von Runde eins immer weiter zurück. In Kurve 13 ging er schließlich mit Nicola Carraro zu Boden. In den TV-Bildern war nicht klar zu erkennen, wer für den Sturz verantwortlich war. Rammerstorfer stapfte aufgebracht durch das Kiesbett und beschwerte sich in Richtung Carraro.

Die FIM-Stewards sahen aber Rammerstorfer als den Schuldigen und in seinem Fahrverhalten eine Gefahr für andere Piloten. Die Strafe ist eine Long-Lap für das kommende Rennen in Österreich mit folgender Urteilsbegründung: "Aktionen, welche eine gefährliche Situation oder einen Sturz provozieren werden im nächsten Rennen mit einer Long-Lap-Penalty bestraft." Ein herber Rückschlag, denn somit dürften die Chancen auf Punkte beim Heimrennen in weite Ferne gerückt sein.