"Es war das Meiste gut", stellte Oscar Piastri nach dem Sprint-Qualifying der Formel 1 in Austin fest. Bei den Interviews stand er, während die meisten anderen Piloten sich noch auf der Strecke tummelten. Denn für den McLaren-Piloten war schon nach dem ersten Segment des Sprint-Qualifyings Schluss. In der vorletzten Kurve schoss der Australier über das Ziel hinaus. Seine Runde wurde gestrichen. Am Ende bleibt Startposition 16 für den Sprint.

Piastri hadert mit sich selbst: Es ist wirklich schade

Doch was war denn gut? Nach Oscar Piastris Beurteilung nach zu Schließen zumindest alles bis hin zum letzten Sektor. "Im letzten Sektor habe ich ein paar Fehler gemacht. Und in der vorletzten Kurve wollte ich dann zu viel. Das ist wirklich schade", blickt Piastri auf seinen Fehler zurück.

In eben jener vorletzten Kurve der Strecke drehte sich just ein paar Sekunden zuvor Alexander Albon weg und verlor ebenso jede Chance auf ein Weiterkommen. In SQ2 verlor Fernando Alonso seine Runde ebenfalls wegen Track Limits in derselben Kurve. Der Spanier wich allerdings deutlich weiter von der Streckenbegrenzung ab als Piastri.

Um die Pole hätte Piastri wohl ohnehin kaum kämpfen können. Nach einem dominanten Wochenende in Singapur scheint der McLaren MCL38 in Austin deutlich näher an der Konkurrenz. Max Verstappen und Mercedes scheinen derzeit sogar noch etwas schneller.

"Das Auto fühlt sich solide an. Nicht so stark, wie in den letzten Rennen. Aber das liegt denke ich nicht an uns. Die anderen sind vielleicht etwas stärker", so Oscar Piastri. Für den Weltmeisterschafts-Kampf könnte ein Performance-Verlust bereits große Folgen haben.

Besonders natürlich in der Fahrer-WM, doch auch in der Konstrukteurs-WM führt McLaren derzeit. Allerdings mit nur 41 Punkten Vorsprung. "Wir sind immer noch im Kampf. Es ist jetzt nicht so, als wären würden wir total hinterherhinken", erklärt Piastri.

Formel-1-Punkte im Austin-Sprint? Eine schwierige Aufgabe

Während Teamkollege Lando Norris von Startplatz vier zumindest im Sprint auf jeden Fall noch alle Chancen hat, sieht das für Piastri eher schwierig aus. Zwar ist der Circuit of the Americas eine Überholfreundliche Strecke, jedoch ist der Weg bis zum ersten Punkt auf Position acht für Piastri äußerst weit.

Dazu kommt: Piastri hat deutlich weniger Runden als im Rennen um eben jene Positionen gutzumachen. "Wir werden sehen. Es wird schwierig, in die Punkte zu kommen. Aber wir werden es versuchen", so Piastri.