Relativ ruhig begann der vorletzte Tag der Formel 1 Saison 2005. An der Spitze der Zeitenliste reihten sich dennoch die üblichen Verdächtigen ein: McLaren und Renault führten das Feld an.

Der Rundengeiz Spärlich war der Fahrbetrieb in den ersten Minuten des vorletzten Freien Trainings dieser Saison. Sollte sich Max Mosley mit seinem neuen Wochenendplan und der Streichung des ersten Samstagstrainings durchsetzen, so wird dieses wohl niemand vermissen.

Die Zwischenfälle Mittlerweile scheint es fast schon gute Tradition zu sein, dass Antonio Pizzonia an jedem Renntag einen Dreher fabriziert. So auch diesmal: Der Jungle Boy drehte sich, musste aussteigen und seinen Fehler eingestehen. Seine Chancen 2006 weiterhin für Williams an den Start zu gehen verringern sich immer weiter auf ein Minimum. Sein möglicher Nachfolger beobachtet das Rennwochenende hingegen aus der Box: GP2-Champion Nico Rosberg wird sich seinen Teil zu den Fehlern des Brasilianers denken. Besser als Pizzonia erging es Michael Schumacher, der sich auf seiner ersten Runde auch drehte, danach aber problemlos weiterfahren konnte.

Die Technik Als einziger Fahrer absolvierte Christian Klien keine einzige Runde im 3. Freien Training. Nach seinem Reifenschaden gestern, könnte dies auf ein technisches Problem hindeuten. Ansonsten gab es keine groben Probleme zu vermelden.

Die Reifen So früh am Morgen fehlte es nicht nur, aber besonders, den Bridgestone-Pneus an Grip. Aber auch die Renault kämpften während der 45 Minuten um jedes bisschen Haftung.

Die Platzierungen An der Spitze ist alles wie erwartet: Kimi Räikkönen holte ich knappe zwei Zehntel vor seinem Teamkollegen Juan Pablo Montoya die Bestzeit. Gute zwei Zehntel fehlten hingegen Giancarlo Fisichella auf die Spitzenzeit des Finnen. Fernando Alonso komplettierte als Vierter das silber-gelb-blaue Spitzenquartett. Bester Verfolger war Mark Webber, der sich noch vor Button, Coulthard und Sato auf P5 platzieren konnte. Grade noch so in die Top10 rutschten Felipe Massa und Antonio Pizzonia. Für Michael Schumacher reichte es als Elfter nicht zum Sprung unter die besten Zehn. Ralf Schumacher wurde gar nur Fünfzehnter.

Die Analyse Nach einer müden 3. Trainingssession lassen sich keine neuen Rückschlüsse auf das Kräfteverhältnis ziehen: McLaren bleibt weiterhin der Favorit, wobei Renault heute zumindest seine Ansprüche auf den Platz dahinter untermauern konnte. Mit British American Racing und Williams streiten sich derweil zwei Teams um die Position des besten Verfolgers der beiden Top-Teams. Ferrari muss wieder einmal auf ein kleines Wunder hoffen.