Die Lage vor dem großen Heimspiel des Michael Schumacher ist alles andere als rosig. Die Ferrari-Protagonisten haben auch offen zugegeben, dass man sich in letzter Zeit eher rückwärts denn vorwärts bewegt hat und vom WM-Titel spricht man derzeit auch nicht mehr. Es geht einfach darum, dass das Zusammenspiel zwischen Fahrzeug und Reifen verbessert werden muss.

Für den siebenfachen Weltmeister ist der Auftritt in Hockenheim dennoch ein Highlight - auf seiner Homepage schreibt Michael Schumacher: "Egal, unter welchen Voraussetzungen – ein Rennen in Deutschland ist immer etwas Besonderes."

Den Performance-Knick will Schumacher auch nicht schönreden: "Wir müssen gar nicht verbergen, dass wir momentan ein bisschen auf der Suche nach der Performance sind. Was wir aber ebenfalls nicht verbergen müssen, sind Einsatzbereitschaft und Kampfgeist der Truppe."

Von einer Resignation, wie sie mit unter durch den Medienwald geisterte, möchte der Kerpener nichts wissen: "Im Gegensatz zu vielen Beobachtern haben wir uns noch nicht abgeschrieben, selbst wenn wir zugeben müssen, dass sich die Situation für uns zuletzt eher verschlechtert als verbessert hat. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie sich nicht wieder verbessern könnte, und genau daran arbeiten wir."

Das große Problem des Michael Schumacher: Egal was er sagt, es gibt immer Leute, die ihm seine Worte vorhalten: "Um ehrlich zu sein: Ich kann nicht ganz nachvollziehen, dass einige mir vorhalten, auch an kleine Chancen zu glauben. Ich fahre zu jedem Rennen mit dem Willen, das Beste herauszuholen, und ich fahre zu jedem Rennen mit dem Anspruch, alles Machbare zu versuchen. Wir denken jetzt einfach Schritt für Schritt und arbeiten so gut es geht weiter."