Nach zwei Wochen der Diskussionen rund um das US-Debakel geht es am kommenden Wochenende endlich wieder auf der Strecke zur Sache. Mittendrin: Drei Deutsche und zwei Österreicher.
Das Wochenende der Deutschen
Für Michael Schumacher kommt die Rückkehr nach Europa wie gerufen. Denn nach 18 Punkten aus zwei Nordamerikarennen, möchte der amtierende Champion nun auch in Frankreich den Aufwärtstrend seiner Scuderia bestätigen.
"Wir haben in der vergangenen Woche in Barcelona intensiv getestet und sind meiner Meinung nach gut vorbereitet für Magny Cours", freut er sich auf das Debüt seines verbesserten Arbeitsgerätes. "Ich bin hier oft gut zurecht gekommen, und wir sollten in den letzten Wochen einen Schritt nach vorn gemacht haben. Daher denke ich, dass wir diesmal nicht allzu schlecht aussehen werden."

"Ich denke zwar nicht, dass wir jetzt einen Riesensprung hinlegen werden", zieht er die Euphoriebremse, "ich denke aber, dass wir von nun an ein bisschen besser aussehen sollten." Die Statistik macht dem Ferrari-Star zusätzlich Mut. Schließlich hat er hier bereits sieben Triumphe und eine vorzeitige Weltmeisterschaft feiern dürfen.
Ebenfalls gute Erinnerungen an Magny-Cours hat Nick Heidfeld aus seiner Formel 3 und Formel 3000 Zeit. "Ich weiß, dass einige Leute diesen Grand Prix nicht besonders mögen, weil die Rennstrecke in der Provinz liegt. Aber uns Fahrer tangiert das nicht wirklich, wir konzentrieren uns auf das Fahren, und das macht dort viel Spaß", interessiert sich der Mönchengladbacher nicht für das Drumherum. "Ich mag den Kurs. Ich finde ihn anspruchsvoll, speziell die beiden schnellen Schikanen. Sie sind nicht einsehbar und sind am Scheitelpunkt sehr eng. Mit dem neuen Chassis-Paket, das wir in Frankreich an den Start bringen, sollten wir einen guten Schritt nach vorn kommen. Wir müssen wieder richtig wettbewerbsfähig werden."
Und auch Ralf Schumacher ist der Frankreich GP in guter Erinnerung geblieben. "Nicht zuletzt weil ich dort 2003 meinen letzten Sieg eingefahren habe." Entsprechend "zuversichtlich" geht der Deutsche nach seinem heftigen Indy-Unfall an das zehnte Saisonrennen heran. "Wir haben einen guten Test in Jerez absolviert und außerdem ist der Circuit de Nevers eine sehr ebene und glatte Rennstrecke, die unserem Auto besser liegen dürfte als manch andere."

Er selbst ist jedenfalls "hundertprozentig" fit für sein GP-Comeback. Zuvor gilt es allerdings heute die Geburtstagsfeierlichkeiten über die Bühne zu bringen: Denn Ralf Schumacher feiert heute im Paddock zu Magny Cours seinen 30. Geburtstag. "Mal schauen, welche Überraschungen auf mich warten ... vielleicht haben Toyota und/oder meine Jungs etwas vorbereitet. Oftmals denken sich meine Jungs am Auto praktische Witze aus und machen alle möglichen Späße mit mir ... zu meinem 30. würde es mich nicht wundern, wenn die wieder etwas aushecken würden."
Das Wochenende der Österreicher
Während Ralf Schumacher nach seiner Absage des Indy-GP nicht viel versäumte, ärgerte sich Christian Klien darüber, dass er beim zweiten Rennen nach seinem Renncomeback nicht antreten durfte. "Das ist natürlich frustrierend", gestand er ein. "Vor allem aber für die Zuschauer, die ein Rennen mit sechs Autos ansehen mussten."
Entsprechend freut sich der Vorarlberger ebenso auf den Frankreich GP wie sein Landsmann Patrick Friesacher. "Ich hoffe in Magny Cours eine bessere Performance liefern zu können, auch für meine Fans", verriet der Minardi-Pilot. "Der 4,4 km lange Circuit de Nevers in Magny Cours ist für alle Teams eine Herausforderung. Bei einem völlig ebenen Streckenverlauf und Stop-and-Go Charakter wird es nicht leicht sein, einen Rhythmus zu finden. Sicherlich wird es in der Adelaide-Haarnadelkurve auch dieses Jahr wieder spannende Überholmanöver geben."



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