Die Formel 1 ist tot. Und wenn ja noch etwas überlebt hat, dann nur die Formel 0, die Formel Reifen oder die Formel Farce. So lautete die einhellige Meinung der internationalen Medien einen Tag nach dem Skandalrennen von Indianapolis.
Nachdem in den Folgetagen nur noch über das Indy-Debakel und dessen Folgen sowie die gestrige FIA-Anhörung der sieben Michelin-Teams gesprochen wurde und hauptsächlich Schikanen, Alternativlösungen, Strafen, Sperren und gegenseitige Schuldzuweisungen die Schlagzeilen beherrschten, wird es nun Zeit, dass ab morgen wieder die Motoren das Kommando übernehmen.
Und obwohl die FIA die dunklen Wolken aus Indy durch die Verschiebung des Urteilsspruches auf Mitte September noch ganze zweieinhalb Monate über dem GP-Zirkus und allen weiteren Veranstaltungen schweben lässt, muss das Motto des kommenden Rennwochenendes schlicht 'zurück zur Normalität' lauten.
Selbst wenn dies bedeutet, dass wir ab morgen wieder einmal eine vom Rundengeiz zerfressene und kaum Spannung bietende erste Trainingssession, eine mit etwas mehr Action geladene zweite Session, eine äußerst dürftige dritte Trainingssitzung sowie eine teilweise spannende letzte Session erleben, bevor es ins gewohnt eintönige Einrundenqualifying und das anschließende Rennen auf dem Retortenkurs von Magny Cours gehen wird. Wohl gemerkt: Ein Rennen und kein 'Rennen' wie noch in Indianapolis.
Entsprechend dürfte nicht nur Renaults Pat Symonds morgen einen "schrecklich normalen Standardfreitag" ebenso begrüßen, wie ein 'völlig normales Rennwochenende' im französischen Niemandsland. Und zwar ohne Skandale, Briefe oder Meetings. Denn das einzige was jetzt zählt, hat Norbert Haug bereits zu Wochenbeginn festgehalten: "Nach Indianapolis benötigt die F1 in Frankreich wieder ein richtiges Rennen."



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