Formel 1

Carlos Sainz: Darum ist Renault-Debüt in Austin 2017 so wichtig

Carlos Sainz erklärt vor dem USA GP der Formel 1 in Austin, warum sein Renault-Debüt schon 2017 so wichtig ist. Der Spanier sieht große Vorteile für 2018.
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Carlos Sainz gibt bereits beim 17. Lauf der Formel 1 2017, dem USA Grand Prix in Austin, sein Renault-Debüt. Ursprünglich hatte der Spanier eigentlich erst zur F1-Saison 2018 von Toro Rosso zu Renault wechseln sollen, doch dann ging auf einmal alles ganz schnell.

Im Rahmen des Japan GP verkündete Jolyon Palmer zuletzt plötzlich sein sofortiges Aus bei den Franzosen - und legte damit den Grundstein für den vorzeitigen Wechsel Sainz' zu Renault. Aus Sicht des Spanier eine Entwicklung, die Gold wert ist.

Sainz: Renault-Debüt 2017 bringt Vorteil für Formel 1 2018

Warum? Während seiner ersten Pressekonferenz im kanariengelben Renault-Shirt klärt Carlos Sainz in Austin auf. "Die 2018er Autos werden dem diesjährigen sehr ähnlich sein. Deshalb wird mir jede Erfahrung, die ich mit dem aktuellen Auto mache, dafür schon helfen", berichtet Sainz.

Formel 1 US GP 2017: Die Top-4 Brennpunkte in Austin: (03:03 Min.)

Insbesondere der Circuit of the Americas sei der ideale Einstieg. "Ich bin echt begeistert, gerade hier mein Renault-Debüt zu geben. Austin hat jede Art von Kurve, eine lange Gerade, harte Bremszonen und viele verschiedene Kurven. Deshalb ist es ein toller Kurs, um das Auto in allen Bereichen kennenzulernen", erklärt Sainz.

Tatsächlich sind zahlreiche Streckenabschnitte des COTA anderen, berühmte Abschnitten anderer Kurse nachempfunden, darunter, Silverstones Highspeed-Kurven, Hockenheims Motodrom, Istanbuls ewiger Kurve acht und Spas Eau Rouge.

USA GP bietet Sainz beste Bedingungen zur Renault-Einfindung

Noch dazu sei der USA GP ohnehin eines seines Lieblingsrennen im Formel-1-Rennkalender. "Mit all den Konzerten und Events ist das etwas Besonderes. Ich genieße das Wochenende hier deshalb immer sehr", schwärmt Sainz.

Sofort auf Hülkenberg-Niveau dürfe man ihn gleich in Austin allerdings nicht erwarten, fordert Sainz. "Ich möchte sofort auf Pace sein, aber ich muss erst das neue Auto kennenlernen und mich daran anpassen, alle Prozesse kennenlernen, mich an das Auto und auch ein bisschen das Auto an mich anpassen. Das braucht Zeit. Ich muss erst einmal von Session zu Session denken. Das ist mein Ansatz", schildert der neue Renault-Pilot.

Nico Hülkenberg Carlos Sainz
Rennen 131 56
Siege 0 0
Podiums 0 0
Bestes Rennergebnis 4 (3 Mal) 4 (1 Mal)
Punkte 396 112
Schnellste Runden 2 0
Führungsrunden 43 0
Ø Rennplatzierung 9,5 9,8
Pole Positions 1 0
Bester Startplatz 1 5 (1 Mal)
Ø Startposition 10,2 12

Nico Hülkenberg sieht Sainz vor großer Herausforderung

Ähnlich hatte er es bereits nach der Bekanntgabe in Japan formuliert. Nico Hülkenberg dagegen redete Sainz dort bereits stark. In Austin erneut auf seinen neuen Teamkollegen bei Renault angesprochen, reagiert Hülkenberg nun allerdings mit ähnlichen Aussagen wie Saint. "Auf ihn kommen viele Herausforderungen zu, da er während der Saison zu einem neuen Team stößt. Ich freue mich, gemeinsam mit ihm zu arbeiten", sagt Hülkenberg im zweiten Teil der USA-Pressekonferenz.

Diese Zusammenarbeit ist auch Sainz wichtig - nicht nur mit Hülkenberg allerdings, sondern der gesamten Renault-Truppe und das erneut auch mit Blick auf 2018. Sainz: "Außerdem ist es immer besser, wenn du mit den Teammitgliedern, Teamchefs und allen Leuten schon ein paar Rennen eingearbeitet bist. Das gibt dir einen Vorteil für 2018, ist besser als würdest du direkt mit den Wintertestfahrten anfangen."

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