Formel 1 / Historisches

Die Legende lebt weiter - Fünf denkwürdige Momente in Ayrton Sennas Karriere

Zum 22. Todestag von Aytron Senna hat Motorsport-Magazin.com die fünf denkwürdigsten Momente seiner Karriere zusammengetragen.
von Manuel Schulz

Motorsport-Magazin.com - Ayrton Senna ist eine Legende des Motorsports und zählt zu den besten Rennfahrern aller Zeiten. Kein anderer konnte so fahren, wie es der Brasilianer tat und deshalb holte er sich in den Jahren 1988, 1990 und 1991 auch verdient den Titel des Formel-1-Weltmeisters. Elf Jahre fuhr Senna in der Königsklasse bevor er 1994 beim San Marino GP ums Leben kam. Im April 2004 wurde Senna von einer Jury aus 77 Mitgliedern, darunter F1-Piloten, Ingenieure und Teamchefs zum schnellsten Fahrer der Geschichte gewählt.

In seinen 161 Rennen holte Senna 41 Siege, 65 Pole Positionen und 19 schnellste Rennrunde. Insgesamt stand er 80 Mal auf dem Podium. Zusammen mit Alain Prost schaffte er es in die Top-Fünf der erfolgreichsten Teamkollegen. Der Brasilianer, der in seiner Karriere für Toleman, Lotus, McLaren und Williams fuhr, bekam für seinen außergewöhnlichen Fahrstil 1985 vom Lotus Teamchef Peter Warr den Spitznamen 'The Magic', oder auf deutsch: 'Der Magische'. Motorsport-Magazin.com beleuchtet die fünf denkwürdigsten Momente seiner Karriere.

MSM TV: Tribut an F1-Legende Ayrton Senna: (3:03 Min.)

1. Interessante Teamwahl

Schon beim Einstieg in die Formel 1 sorgte Ayrton Senna für Verwunderung. Nach Tests für Williams, Brabham, McLaren und Toleman unterzeichnete der Brasilianer für drei Jahre bei Toleman, das das Schwächste der vier Teams war. Seine Begründung: Er wollte nicht als zweiter Fahrer bei einem Top-Team anfangen. Er bevorzugte es in einem zweitklassigen Team die Nummer 1 zu sein. Aber obwohl er bis 1986 verpflichtete, wechselte er 1985 zu Lotus. Das Team hatte ihm nach einem starken Rennen ein gutes Angebot gemacht und Sennas Vater kaufte ihn aus dem Toleman-Vertrag frei.

Senna entschied sich für Toleman als erstes Team - Foto: Sutton

2. Showrennen gegen Hunt, Lauda und Rosberg

Das nächste Mal sorgte Ayrton Senna bei einem Rennen zur Neueröffnung des Nürburgrings. In 20 identischen Mercedes-Benz 190E traten unter anderem die F1-Weltmeister James Hunt, Niki Lauda und Keke Rosberg an. Zur Überraschung aller gewann Ayrton Senna dieses Rennen und begann sich damit einen Namen zu machen.

3. Der erste Titel

Gleich in seiner Debüt-Saison mit McLaren kämpfte Senna mit seinem damaligen Teamkollegen Alain Prost um den Titel des Weltmeisters, da das Team mit dem neuen Motorenhersteller Honda extrem überlegen war. Die Teamkollegen siegten zusammen in 15 der 16 Rennen der Saison und Senna gewann den Titel. Mehr Punkte sammelte aber eigentlich Prost, da er nur zwei punktlose Rennen hatte und ansonsten immer mindestens Zweiter wurde. Senna siegte einmal mehr, blieb aber auch einmal mehr ohne Punkte und hatte zwei schlechte Rennen in der Wertung. Da es jedoch bis 1990 noch fünf Streichresultate gab, hatte Senna am Saisonende drei Punkte Vorsprung statt elf Rückstand.

1988 krönte sich Senna zum Weltmeister - Foto: Sutton

4. Zweikampf bis zum Schluss

1989 befand sich Senna erneut im Zweikampf um den Titel mit seinem Teamkollegen. Schon beim vorletzten Rennen der Saison, dem Japan GP musste der Brasilianer gewinnen, um überhaupt noch Chancen auf den Titel zu haben. Er setzte auch zum Überholen an, doch Prost ließ ihm keinen Platz. Nach der Kollision stieg Prost aus, Senna wurde von den Streckenposten rausgeschoben und gewann, wurde aber nachträglich disqualifiziert und verlor damit den Titel.

5. Das letzte Rennen

Beim San Marino GP 1994 ging Senna zum letzten Mal an den Start - Foto: Sutton

Sein tödlicher Unfall ist ohne Zweifel der denkwürdigste Moment in seiner Karriere. Der Unfall selbst ist bis heute ungeklärt und es gibt vier verschiedene Theorien. Eine gebrochene Lenkung, zu geringe Bodenfreiheit, Druckverlust beim Reifen und ein Konstruktruktionsfehler sind die möglichen Ursachen. Was jetzt genau der Grund war, wird vermutlich nie jemand herausfinden.

Der Tod von Ayrton Senna ist dabei gleich in mehrerlei Hinsicht tragisch, da am Vortag bereits Roland Ratzenberger verstarb und Senna sich deshalb dagegen entschied weiter an der Qualifikation teilzunehmen. Im Rennen startete er dann wieder, mit fatalen Folgen. Immerhin hat die Formel 1 das Rennwochenende mit gleich zwei Toten zum Anlass genommen, um die Sicherheit der Fahrzeuge zu verbessern.


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