Formel 1

Fünfter Startplatz futsch - Aufgeflogen: Di Resta und sein Auto zu leicht

Paul di Resta nimmt den Großbritannien GP vom letzten Startplatz auf. Die Stewards schlossen ihn nachträglich vom Qualifying aus.
von Annika Kläsener

Motorsport-Magazin.com - Paul di Resta büßte am Samstag das beste Qualifying-Ergebnis seiner Karriere ein, nachdem sein Bolide beim FIA-Check für zu leicht befunden wurde. Die Stewards stellten einen Bruch des Artikels 26.1 des sportlichen Reglements und des Artikels 4.1 des technischen Reglements - wie es in Artikel 1.9 definiert wird- fest und schlossen di Resta nachträglich vom Qualifying aus. Damit wird der Schotte bei beim Großbritannien GP als Letzter starten.

1,5 Kilogramm zu leicht

Autos, die an Q1 und Q2 teilnehmen, werden zufällig zum Wiegen ausgewählt. Alle, die in Q3 gefahren sind, müssen zwangsläufig zum Wiegen. Das Auto wird dann inklusive Fahrer in der FIA-Garage gewogen. Ein Auto darf ausgeschlossen werden, sollte es weniger auf die Waage bringen als in Artikel 4.1 des technischen Reglements vorgeschrieben - es sei denn das Auto büßte bei einem Unfall Teile ein und ist dadurch leichter.

Während eines Rennwochenendes darf ein F1-Bolide ohne Benzin inklusive Fahrer in voller Rennmontur nicht weniger als 642 Kilogramm auf die Waage bringen. Di Resta und sein Bolide brachten beim ersten Wiegen 641,5 Kilogramm auf die Waage. Nachdem das Auto ohne Benzin an Bord noch einmal gewogen wurde, kamen 640 Kilogramm zustande. Eine anschließende Überprüfung der Kalibrierung der Waage erbrachte, dass sie ein halbes Kilogramm zu wenig anzeigte also statt 600 Kilogramm nur 599,5. Damit waren Auto und Fahrer letztendlich 1,5 Kilogramm zu leicht.

Ich bin etwas schockiert, dass wir heute nur eine Position dahinter waren. Aber letzten Endes ist es in unserem Fenster.
Paul di Resta

"Das Auto funktioniert offensichtlich gut. Gestern waren wir auf Platz vier und ich war überrascht, dass wir dort standen", erinnerte sich di Resta. "Ich bin etwas schockiert, dass wir heute nur eine Position dahinter waren. Aber letzten Endes ist es in unserem Fenster. Wir sind mit dem Setup vor dem dritten Freien Training etwas zurückgegangen, aber die Jungs haben unglaublichen Einsatz gezeigt, das Auto fürs Qualifying fertig zu bekommen."

Redaktionskommentar:

Motorsport-Magazin.com meint: Auf den ersten Blick scheint es sich um einen klaren Fall zu handeln. Der Wagen von Di Resta war um 1,5 Kilogramm zu leicht, infolgedessen wird er aus dem Qualifying gezogen. Doch wie immer gibt es nicht nur schwarz und weiß. Laut Force India ist der Bolide nicht untergewichtig, sondern die Waage falsch kalibriert. Faule Ausrede? Könnte man meinen, wenn sich im Vorjahr nicht schon einmal herausgestellt hätte, dass das Prüfgerät der ONS falsch kalibriert war und zwei Leute zu Unrecht aus der Wertung geflogen sind.(Kerstin Hasenbichler)


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