Auch zunehmende Sicherheitsbedenken und Kritik von allen Seiten bewirken bei den Veranstaltern des Großen Preis' von Bahrain offenbar kein Umdenken. Kronprinz Salman bin Hamad bin Isa Al Khalifa stellte noch einmal klar, dass eine Streichung des Rennens im Wüstenstaat nicht zur Debatte steht. Damit reagierte er auf die Forderung britischer Politiker, die eine endgültige Absage des Events gefordert hatten. Eine derartige Entscheidung sei ein Erfolg für die Demonstranten, meinte Al Khalifa.
"Eine Absage würden den Extremisten in die Hände spielen. Den Leuten, die versuchen, einen Ausweg aus dem politischen Problem zu finden, erlaubt der Grand Prix eine Brücke zwischen den unterschiedlichen Gruppen zu bauen und die Beteiligten zur Zusammenarbeit zu bewegen", begründete er seinen Standpunkt. "Als Nation können wir so eine positive Idee vermitteln - und keine, die entzweit. Meiner Meinung nach hat die Entscheidung, das Rennen auszutragen und die damit verbundene weltweite Aufmerksamkeit, die Extremisten sogar davon abgehalten, das zu tun, was sie tun wollen."
Der Kronprinz nahm die zunehmende Besorgnis der Teams bezüglich der Sicherheit zur Kenntnis, bestritt allerdings, dass es Aktionen gäbe, die direkt gegen die Formel 1 gerichtet seien. "Ich kann ihnen garantieren, dass das nichts mit der Formel 1 zu tun hat", sagte er. "Die Attacke im Umfeld von Force India ging gegen die Polizei. Sie war nicht provoziert und sehr gefährlich, aber zur keiner Zeit war eine Person aus dem Formel-1-Tross in Gefahr."

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